Archäologie

Erste Funde des gesunkenen Handelsschiffes vorgestellt

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Das Bergungsschiff St Perun liegt zur Hebung von Wrackteilen eines Handelsschiffs der Hansezeit auf der Trave.

Einen Monat nach Beginn der Bergung eines vor rund 500 Jahren auf der Trave gesunkenen Handelsschiffs sind am Montag in Lübeck erste geborgene Funde präsentiert worden. Spanten, Deckplanken und Teile eines Ankers seien ebenso geborgen worden wie Teile der Ladung und der Schiffsausstattung, sagte der Bereichsleiter Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck, Dirk Rieger, am Montag.

Das Wrack habe bislang mehr Einzelheiten zu Tage gebracht, als ursprünglich angenommen, sagte der Experte für Unterwasser- und Feuchtbodenarchäologie der Hansestadt Lübeck, Felix Rösch. So gebe es erste Hinweise auf einen Brand als Ursache für den Untergang des mit Fässern voller Kalk beladenen Handelsschiffes, sagte er.

Das Wrack war 2022 bei Vermessungsarbeiten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes entdeckt worden. Die Bergung soll noch bis Ende September dauern und wird nach Angaben der Stadt rund zwei Millionen Euro kosten.