Kommunalpolitik

Staatliche Energieparks stoßen in Tondern nicht auf Gegenliebe

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Strom aus Wind- und Sonnenenergie soll südwestlich von Mögeltondern gewonnen werden (Symbolfoto).

Der Tonderner Stadtrat will keine Einmischung des Staates, sondern sein eigenes Ding machen. Daher wird der geplante Energiepark bei Bønderby als Staatspark abgelehnt.

Bei Bönderby nahe Mögeltondern (Møgeltønder) soll künftig Wind- und Sonnenergie gewonnen werden. Die Projektfläche von (Bønderby Energipark) umfasst 341 Hektar südwestlich von Mögeltondern. Ein entsprechender Antrag liegt der Kommune Tondern bereits vor.

Dafür hat es noch kein grünes Licht seitens der Kommune gegeben. Sie prüft zurzeit noch 21 Projekte, die die erneuerbare Energie im Westen Nordschleswigs vorantreiben sollen. Das Bønderby-Projekt, wo Voltaikanlagen und Windräder jährlich 579 Gigawattstunden produzieren sollen, zählt nicht dazu.

Dass besagter Standort zu einem staatlichen Energiepark wird (Produktionsstätte von Wind- und Sonnenenergie, mit der Möglichkeit, auch eine Power-to-X-station zur Herstellung von Wasserstoff zu errichten), lehnen alle 31 Mitglieder des Kommunalrats ab.

Der Energiepark südwestlich von Mögeltondern soll 341 Hektar groß werden.

Die Kommune will selbst bestimmen, wo grüne Energie gewonnen werden soll. Auch landschaftliche Gründe (Natura-2000- und Vogelschutzgebiet) und wertvolle kulturhistorische Aspekte, Warften, die Tonderner Marsch und eine Entfernung von nur 1,75 Kilometern zum Nationalpark Wattenmeer sprechen gegen das konkrete Projekt. Auch eine Deklassierung des Wanderwegs Marskstien wird durch die Nähe von Windrädern und Solaranlagen befürchtet.

Staatliche Energieparks

Das Gesetz trat am 1. Juli 2024 in Kraft. Bei einer Nichtberücksichtigung nationaler Interessen werden entsprechende Energieparks nicht gebaut. Die Kommunen müssen die Pläne gutheißen, sonst wird nichts daraus.