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Sønderjyske kann Abwehrbollwerk von Viborg nicht knacken

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Maxime Soulas und Sønderjyske mussten sich in Viborg geschlagen geben.

Ein Übergewicht an Spielanteilen und Torchancen konnte nicht umgesetzt werden. Sønderjyske machte vieles richtig, war unterm Strich aber zu harmlos.

Aus einem guten Saisonstart hätte ein sehr guter werden können, doch die Sønderjyske-Fußballer haben bei der 0:1-Niederlage in Viborg eine gute Möglichkeit verstreichen lassen. Das war ein verschenkter Punkt, wenn nicht sogar drei verschenkte Punkte.

Die Hellblauen machten zwischen den beiden Strafräumen vieles richtig und waren gegen Viborg FF mindestens auf Augenhöhe, doch aus dem Übergewicht an Spielanteilen und Torchancen machten sie schlichtweg zu wenig.

Kristall Mani Ingason hatte in der elften Minute der Nachspielzeit bei der einzigen Großchance der zweiten Halbzeit den Ausgleich machen müssen, konnte aber aus sechs Metern Entfernung den Ball nicht im Tor unterbringen.

Kristall Mani Ingason vergab in der Nachspielzeit die dicke Ausgleichschance.

Schiedsrichter Mads-Kristoffer Kristoffersen pfiff unmittelbar danach ab, nach 100 Minuten und 26 Sekunden. Viel zu früh, nachdem das Spiel zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr als acht Minuten lang unterbrochen war.

Ein Zuschauer war auf der Tribüne gestürzt und musste mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Es soll ihm aber den Umständen entsprechend gut gehen.

Das Spiel hätte mit Sicherheit länger dauern müssen, aber die Frage ist, ob es für Sønderjyske etwas geändert hätte. Die Gäste waren nach der langen Unterbrechung sehr viel am Ball, aber immer harmloser geworden und konnten das tief stehende Abwehrbollwerk des Gegners nicht knacken.

Ein Zuschauer musste nach einem Sturz auf den Rängen ärztlich behandelt werden.

Das hätte in der ersten Halbzeit noch besser ausgesehen, doch Ebube Duru schoss aus kurzer Entfernung übers Tor und Viborg-Torwart Lucas Lund wehrte mit einem Reflex den gefährlichen Abschluss von Mohamed Cherif ab.

Unterm Strich war es wenig, was die Offensive an diesem Freitagabend zu bieten hatte, und so ging das Spiel am Ende verloren, denn Viborg machte aus zwei Abschlüssen aufs gegnerische Tor den einzigen Treffer des Spiels.

Für Sønderjyske eine ärgerliche Niederlage gegen einen Gegner, der in dieser Saison sicherlich zu den Konkurrenten im Abstiegskampf gehören wird.

Für die Hellblauen wäre mehr drin gewesen. Da können sie sich wenig dafür kaufen, dass sie wieder einmal bewiesen, dass sie taktisch flexibel sind und mehr drauf haben, als die übliche 3-4-3-Formation. Durch den Ausfall von Daniel Gretarsson stellte Thomas Nørgaard auf ein 4-3-3 um, das bei gegnerischem Ballbesitz mehr wie ein 4-5-1 aussah. Defensiv war es aber keineswegs. Die Außenverteidiger Simon Wæver und Ebube Duru wurden weit nach vorn geschoben und waren oft am gegnerischen Strafraum zu finden.

Mads Søndergaard nutzte eine der wenigen Viborg-Möglichkeiten zum Siegtreffer.

Gefährlich wurde es aber zu selten, auch in der letzten halben Stunde, als Sønderjyske auf ein 4-2-3-1 umstellte.

Viborg FF - Sønderjyske (1:0) 1:0

1:0 Mads Søndergaard (33.)

Viborg: Lucas Lund – Manuel Mbom, Ivan Näsberg, Stipe Radic, Hjalte Bidstrup (90.+5: Daniel Anyembe) – Mads Søndergaard, Jeppe Grønning, Thomas Jørgensen (79.: Asker Beck) – Sami Jalal (79.: Jakob Vester), Tim Freriks (69.: Dorian Hanza), Yonis Njoh (69.: Charl Nouck).

Sønderjyske: Marcus Bundgaard – Simon Wæver (61.: Sefer Emini), Maxime Soulas, Magnus Jensen, Ebube Duru – Andreas Oggesen, Tobias Sommer, Mohamed Cherif (71.: Lukas Björklund) – Alexander Lyng (87.: Ivan Djantou), Matthew Hoppe (71.: Kristall Mani Ingason), Olti Hyseni (46.: Mads Agger).

Gelbe Karten: Yonis Njoh – Lukas Björklund, Magnus Jensen.

Schiedsrichter: Mads-Kristoffer Kristoffersen. VAR-Schiedsrichter: Michael Tykgaard.

Zuschauerinnen und Zuschauer: 5.622.