Grenzregion

Fahrradfähre erhielt Wimpel als Zeichen der Freundschaft

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In Langballig wurde der dekorative grenzüberschreitende Wimpel offiziell überreicht – 3. von rechts: Hinrich Jürgensen und neben ihm Jette Erichsen aus Nordschleswig.

Die Fahrradfähre ist viel mehr als nur ein willkommener Transport zwischen Deutschland und Dänemark. Sie ist ein Zeichen der Freundschaft, Zusammenarbeit und Begegnung über Grenzen hinweg. Das Kirchspiel Medelby überreichte vor Kurzem einer Delegation des deutsch-dänischen Fahrradtreffs einen dekorativen Wimpel.

Langballigau, ein warmer Sommertag: Die kleine Fahrradfähre „Thjalve“ läuft gemächlich in den Hafen ein. Es weht eine die salzige Brise, während am Kai bereits eine Delegation des deutsch-dänischen Fahrradtreffs aus dem Kirchspiel Medelby wartet. In den Händen halten sie ein besonderes Geschenk, einen Wimpel, der die Flaggen Deutschlands und Dänemarks gemeinsam mit der Europafahne zeigt.

Mit diesem Symbol wollen sie ausdrücken, wofür die „Thjalve“ und viele andere grenzübergreifende Projekte stehen: Freundschaft, Zusammenarbeit und Begegnung über Grenzen hinweg.

Seit sieben Jahren ein Bindeglied

„Die Fähre ist weit mehr als ein Verkehrsmittel“, betont Hinrich Jürgensen, Vorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN). „Entlang der deutsch-dänischen Grenze gibt es viele Projekte, die das Zusammenleben fördern. Mit dem Fahrrad erlebt man diese Region besonders intensiv, und kommt dabei schnell miteinander ins Gespräch.“

Seit sieben Jahren pendelt die „Thjalve“ in den Sommermonaten zwischen Langballigau auf deutscher Seite und Brunsnis (Brunsnæs) sowie Ekensund (Egernsund) in Dänemark. Mit Platz für zwölf Fahrräder und weitere Fußgängerinnen und Fußgängern eröffnet sie Radfahrenden neue Tourmöglichkeiten. Besonders beliebt ist die Rundtour um die Flensburger Förde.

Eine willkommene Pause für viele

Rund 45 Prozent der Fahrgäste stammen direkt aus der Grenzregion, viele binden die Fähre fest in ihren Tagesausflug ein. Für sie ist die Überfahrt eine willkommene Pause. Eine Stunde Zeit, um den Wind zu spüren, die Landschaft vom Wasser aus zu betrachten und mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Der neue Wimpel, der künftig an Bord der „Thjalve“ wehen wird, soll nun auch nach außen sichtbar machen, was auf dem Schiff längst gelebte Realität ist: Grenzen überwinden, Menschen verbinden und Freundschaften pflegen.

Der Wimpel der Arbeitsgruppe für deutsch-dänischen Zusammenarbeit von der IdS Medelby (Interessenvertretung der Selbständigen im Kirchspiel Medelby) soll ein sichtbares Zeichen sein. Seit 2009 hegt diese Arbeitsgruppe mit regelmäßigen Fahrradtreffs am Grenzübergang Sofiedal in einem besonderen Maße die Freundschaft beider Länder. Dabei treffen sich die Fahrradfahrerinnen und -fahrer jeweils am zweiten Dienstag im Juni, Juli und August am Grenzübergang und erkunden von dort aus verschiedene Ziele auf beiden Seite der Grenze.

Entlang der deutsch-dänischen Grenze gibt es viele Projekte, die das Zusammenleben fördern. Mit dem Fahrrad erlebt man diese Region besonders intensiv, und kommt dabei schnell miteinander ins Gespräch.

Hinrich Jürgensen