Wirtschaft

Elementfabrik in Tingleff schreibt tiefrote Zahlen

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Luftaufnahme von der Elementfabrik am Mads Clausen Vej in Tingleff (Archivfoto)

Der Betonelemente-Produzent „Heidelberg Materials Precast Denmark A/S“ in Tingleff hat im Geschäftsjahr 2024 ein großes Minus hinnehmen müssen, was zu Entlassungen führte.

366 Millionen Kronen weniger Umsatz machte die Elementfabrik „Heidelberg Materials Precast Denmark A/S“ – ehemals Contiga – im Jahr 2024. Das ist fast eine Halbierung zum Jahr davor. Die Konsequenz: Die Jahresbilanz weist ein Minus von 76 Millionen Kronen auf.

Nach Gewinnen in den Jahren 2019 bis 2023 – lediglich 2022 gab es ein Minus von 19,4 Millionen Kronen – hat das Ergebnis zu Entlassungen geführt. Wie der neue Direktor Anders Rich gegenüber „JydskeVestkysten“ bestätigt, musste man sich im Laufe der vergangenen Monate von 140 Mitarbeitenden trennen. Es habe schlicht und ergreifend nicht genügend Aufträge gegeben. Die Belegschaft ist auf etwa 300 geschrumpft.

Flaute im Bausektor

„Es war ein turbulentes Jahr. Der Markt ist mehr in Stillstand geraten, als wir befürchtet hatten. Hinzu kamen Konkurse von zwei unserer Kunden, wodurch Projekte wegbrachen“, so Rich. Er ist innerhalb weniger Jahre der dritte geschäftsführende Direktor des Tingleffer Betriebes. Er löste im Mai Poul Søgaard Nielsen ab, der den Posten ein halbes Jahr innehatte. Zuvor leitete Henrik Holm Pedersen etwas mehr als zwei Jahre die Fabrik.

Wegen des massiven Einbruchs der Aufträge seien Entlassungen nicht zu vermeiden gewesen. Zu Ostern im vergangenen Jahr mussten 60 Mitarbeitende gehen. Mit weiteren Entlassungen ist die Zahl laut Rich auf 140 gestiegen.

Man verspüre einen nachvollziehbaren Druck des Mutterkonzerns Heidelberg-Beton mit Sitz in Deutschland, genieße aber nach wie vor das Vertrauen, so der Tingleffer Direktor. Der Konzern hat im Laufe des Jahres 73 Millionen Kronen in „Materials Precast“ gesteckt und damit das Eigenkapital gestärkt.

Vorsichtig optimistisch

Man sei zuversichtlich, wieder bessere Zeiten zu erwischen. Es werde allerdings noch etwas dauern, ehe wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.

„Es war ein schwieriges erstes Halbjahr, aber das haben wir erwartet. Wir sind in einem guten Dialog mit Kunden und hoffen auf viele Projekte. Am Ende des Tunnels ist ein schwaches Licht erkennbar“, so die Einschätzung von Anders Rich.