Freizeit und Sport

Noch mehr Menschen in Tondern sollen sich für Bewegung begeistern

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Als in Toftlund die neue Absprache für „Bevæg dig for livet" unterschrieben wurde, hielten Fußballerinnen und Fußballer der Nachwuchsabteilung die Erwachsenen auf Trab. Dazu gehörte auch Bürgermeister Jørgen Popp Petersen.

Die Initiative „Beweg dich fürs Leben“ soll bei noch mehr Bürgerinnen und Bürgern die Freude am Sport wecken. Schülerinnen und Schüler werden gezielt für das ehrenamtliche Engagement trainiert.

„Wir sind stolz auf die bereits erreichten Ergebnisse, aber wir sind noch nicht fertig. Wir möchten, dass noch mehr Menschen spüren, wie viel Freude, Energie und Gemeinschaft in der gemeinsamen Bewegung steckt“, sagt Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei)

Nach fünf Jahren ist in der Kommune Tondern mit der Initiative „Bevæg dig for livet“ (Beweg dich fürs Leben) nicht Schluss. Mit einer neuen fünfjährigen Absprache wollen die Kommune und die Verbände DGI (Danske Gymnastik- og Idrætsforeninger) und DIF (Dansk Idrætsforbund) an das Erreichte anknüpfen.

Menschen am Rande erreichen

Seit 2019 sind mehr Bürgerinnen und Bürger physisch aktiv geworden. Es wurden auch Vereinsmitglieder dazugewonnen. Es gibt aber weiterhin Luft nach oben.

„Wir wissen, dass es viele gibt, die ein wenig abseitsstehen. Vielleicht sind sie nie in einem Sportverein gewesen oder es gibt in ihrem Alltag Herausforderungen. Genau hier planen wir anzusetzen, da wir wissen, dass Bewegung, Freude und Gemeinschaft einen großen Unterschied für die körperliche und geistige Gesundheit machen können“, so der Bürgermeister.

Mit der neuen Vereinbarung soll auf dem Erfahrungswert der ersten fünf Jahre aufgebaut werden.

Mehr Menschen sportlich aktiv

Einen Fingerzeig für den Erfolg gibt die Umfrage, die die Sportverbände vorher und nachher an 4.000 Bürgerinnen und Bürger verschickt haben. Etwa 1.000 Leute haben daran teilgenommen. 2019 waren demzufolge 55 Prozent aktiv und 2023 waren es 70 Prozent. 2019 waren 41 Prozent Mitglieder in einem Sportverein, und 2023 waren es 43 Prozent.

Sport im Wandel der Zeit

Aus der kommunalen Gesundheitsabteilung der Kommune ist zu erfahren, dass sich bei der Art und Weise, wie Sport ausgeübt wird, im Vergleich zu früher eine Entwicklung vollzogen hat. Der Wunsch geht hin zu flexiblen und unverbindlichen Angeboten. Das Gleiche spiegelt sich bei den Freiwilligen wider. Die Ehrenamtlichen wünschen sich bei ihrem Engagement mehr Flexibilität und Unverbindlichkeit als in früheren Jahren.

In der ersten Periode wurde vorrangig Bürgerinnen und Bürgern auf die Sprünge geholfen, die nur den letzten Anstoß benötigten, um aktiv zu werden. Im Kern geht es jetzt darum, auch verstärkt Menschen mit Herausforderungen ins Boot zu holen.

Ehrenamt auf dem Stundenplan

Klein und groß traten in der Sporthalle in Toftlund gegeneinander an.

Zu den vier Einsatzbereichen, wo die Arbeit angelaufen und weitergeführt wird, gehört die Trainerakademie. Mit diesem Vorstoß sollen mehr Jugendliche auf den Geschmack gebracht werden, sich ehrenamtlich zu engagieren und Teil des Vereinslebens zu werden.

Damit soll zum Wohlergehen der jungen Menschen beigetragen werden und es soll für die Vereine leichter werden, neue Freiwillige zu rekrutieren. Für etwa 300 Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen stand im Schuljahr 2023/2024 Freiwilligkeit auf dem Stundenplan. Nach der Theorie folgten im Herbst 2024 in kleinen Gruppen fünf Stunden praktische Erfahrung in einem der vielen Vereine.

Bewegung am Arbeitsplatz

Gemeinsam in Bewegung heißt ein weiterer Bereich, wo es um die physische Aktivität am Arbeitsplatz geht.

Der Sportverein „Idræt for livet“ (Sport fürs Leben) trägt dazu bei, Bürgerinnen und Bürger, die nicht an Bewegung und Vereine gewöhnt sind, in sozial aktive Gemeinschaften zu integrieren. Der Verein schafft Aktivitätsgemeinschaften für psychisch gefährdete Bürgerinnen und Bürger, die sich nur schwer in einem regulären Verein sehen können oder denen es schwerfällt, dort zu funktionieren.

Besondere Bedürfnisse im Fokus

Das offene Vereinsangebot unterstützt finanziell Initiativen in Vereinen, die Bürgerinnen und Bürgern mit besonderen Bedürfnissen dabei helfen, im Vereinsleben Fuß zu fassen. Der Pool unterstützt Initiativen, die dazu beitragen, physische und psychische Barrieren zu überwinden, die manche Bürgerinnen und Bürger bei der Teilnahme am Vereinsleben haben.

Soziale, aktive Gemeinschaften/ Wohlergehen, Freiwilligkeit und Brückenbauen (zum Vereinsleben) sind die drei Schwerpunkte in der neuen Absprache.