Natur

Minister benennt drei neue Meeresschutzgebiete in der Ostsee

In den neuen Schutzgebieten kann die Natur laut Umweltminister Tibias Goldschmidt «aufatmen»

Statt eines «Nationalparks Ostsee» richtet die schleswig-holsteinische Landesregierung jetzt Meeresschutzzonen ein. In dieser Woche kommen drei neue hinzu. Fischen ist verboten, baden bleibt erlaubt.

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Zusammenfassung

  • Schleswig-Holstein richtet drei neue Meeresschutzgebiete in der Ostsee ein.
  • In den Zonen sind Fischerei, Jagd, Rohstoffabbau und Bauvorhaben künftig verboten.
  • Ziel ist mehr ungestörter Lebensraum für Meerestiere und -pflanzen bis 2030.

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Schleswig-Holsteins Landesregierung stellt drei weitere Gebiete in der Ostsee unter Schutz. An der Hohwachter Bucht trete die Neuregelung bereits morgen in Kraft, kündigte das Umweltministerium an. Die anderen beiden an der Geltinger Bucht bis zur Schleimündung und westlich von Fehmarn folgten im Laufe dieser Woche. 

«Damit schützen wir so viel Fläche der schleswig-holsteinischen Ostsee wie noch nie und setzen auch international Maßstäbe», sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt bei der Einweihung der ersten Infotafel an der Hohwachter Bucht. «

Mit den neuen Meeresschutzgebieten bekommen Fische und Schweinswale, Seegraswiesen und Seevögel wichtige Ruheoasen. Hier können Pflanzen und Tiere buchstäblich aufatmen.»

Fischerei und Rohstoffabbau werden untersagt

Auf Basis verschiedener Untersuchungen zur Ostsee hat das Ministerium Gebiete ausgewählt, die aufgrund ihrer Artenvielfalt, Lebensräume, Entwicklungsmöglichkeiten und bestehenden Belastungen besonders schutzwürdig seien. In den neuen Schutzgebieten dürfen Pflanzen, Tiere und Lebensräume nicht mehr zerstört, entnommen oder gestört werden. Daher seien Fischerei, Jagd, Rohstoffabbau, Bauvorhaben oder andere Veränderungen der Gewässer und des Meeresbodens untersagt.

Ziel sei es, die Gebiete als ungestörte Rückzugsräume zu schützen und menschliche Einflüsse zu minimieren, sagte Goldschmidt. Weiterhin erlaubt seien aber schwimmen, baden, tauchen und der Fischfang zu Fuß vom Ufer oder im Wasser mit der Handangel. «Die Schutzgebiete sind auch eine wichtige Investition in unsere Zukunft», betonte Goldschmidt. 

Mit dem vor zwei Jahren beschlossenen Aktionsplan Ostseeschutz werden bis zum Jahr 2030 nach Goldschmidts Angaben 12,5 Prozent der Ostsee unter strengen Schutz gestellt. Nach nur zwei Jahren sei das durch die drei neuen Meeresschutzgebiete schon für 7,56 Prozent erreicht. Ein von den Grünen ursprünglich gewünschter «Nationalpark Ostsee» war an der mangelnden Zustimmung des Regierungspartners CDU gescheitert.