Kommunalpolitik

Das Rätselraten über das kommunale Engagement der Moderaten hat ein Ende

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Die Partei von Henrik Frandsen (l.), die Moderaten, beabsichtigt laut Lars-Erik Skydsbjerg (r.) nicht bei der Kommunalwahl in Tondern anzutreten. Zwischen Frandsen und dem Parteivorsitzenden ist Tønder Listens Stadtratsvertreterin Anita Uggerholt Eriksen zu sehen. Dorthe Gerlach gehörte zu den Interessierten im Rathaus am Wahlabend im November 2021 (Archivfoto).

Die Wählerschaft von Henrik Frandsen hat voraussichtlich bei der Kommunalwahl in Tondern keine Möglichkeit, ihr Kreuz bei den Moderaten zu setzen. Der Parteivorsitzende begründet dies mit der fehlenden Basisarbeit.

Mit Henrik Frandsen haben die Moderaten zwar einen Folketingspolitiker aus der Kommune Tondern, die Partei von Lars Løkke Rasmussen hat aber derzeit keine Pläne, im Herbst bei der Kommunalwahl in der Kommune Tondern mitzumischen.

„Wir treten in den Kommunen an, in denen wir einen funktionierenden Kommunalverein haben. Das haben wir gegenwärtig nicht in Tondern“, sagt der Vorsitzende der Moderaten im Wahlgroßkreis Südjütland, Lars-Erik Skydsbjerg, aus Scherrebek (Skærbæk), gegenüber „JydskeVestkysten“.

Er weist zurück, dass die Zurückhaltung der Partei in Tondern damit zusammenhängt, dass sie bei der Kommunalwahl nicht Tønder Listen in die Quere kommen will.

„Die Moderaten sind eine landesweite Partei, während Tønder Listen eine örtliche Liste ist“, sagt Skydsbjerg der Zeitung. Er zog seinerzeit bei der Gründung von Tønder Listen an den organisatorischen Fäden.

Erst Tønder Listen dann Moderate

Tønder Listen entstand im Oktober 2020 mit dem damaligen Bürgermeister Henrik Frandsen an der Spitze nach der Spaltung von Venstre.

Henrik Frandsen schaffte bei der Folketingswahl 2022 den Sprung ins Folketing. Im Februar 2024 zog er sich aus der Lokalpolitik zurück, um sich ausschließlich seinem Folketingsmandat für die Moderaten zu widmen.

Skydsbjerg hat in Südjütland die Rolle als Wahlkoordinator übernommen. Er geht davon aus, dass die Partei in zwei Drittel der zwölf Kommunen des südjütischen Wahlgroßkreises antreten wird. Tondern wird laut ihm nicht dazugehören.