Stadtentwicklung

Bürgermeister bleibt dabei: Nørreport wird halb grün

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Eine Bürgergruppe setzt sich für den Erhalt des Parks ein (Archivfoto).

Der Apenrader Bürgermeister Jan Riber Jakobsen ist überzeugt, dass der Beschluss, das Gebiet am Nørreport zu begrünen und mit Wohnhäusern zu bebauen, mit mehrheitlicher Zustimmung der Apenraderinnen und Apenrader erfolgte.

Bei der jüngsten Stadtratssitzung gab es ein klares Votum der Kommunalpolitikerinnen und -politiker: 27 von 31 Stimmberechtigten stimmten gegen den Antrag, über die Zukunft des Apenrader Nørreport-Parks eine Bürgerabstimmung durchzuführen.

Dort ist auf etwa einem halben Hektar ein Park angelegt worden – mittelfristig, wie der Stadtrat vor knapp zehn Jahren entschied. Langfristig sollten dort Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen.

Wunsch der Bürgerinnen und Bürger wurde gehört

Jan Riber Jakobsen steht mit der Mehrheit des Stadtrates hinter der Entscheidung zum Nørreport-Park (Archivfoto).

Nach der Hörungsphase – der Park war schon angelegt – war jedoch klar: Die Bürgerinnen und Bürger wünschten sich eine Kombination aus Grünfläche und Gebäuden. Diesem Wunsch folgen die Kommunalpolitikerinnen und -politiker noch immer, wie Bürgermeister Jan Riber Jakobsen (Kons.) sagt.

Eine Bürgergruppe wünscht sich allerdings, den Park in seiner derzeitigen Form zu erhalten.

Demokratischer Prozess

„Der Nørreport hat einen demokratischen Prozess durchlaufen. Es gab den Dialog, es gab Bürgertreffen und die Anhörungsphase, in der, so finde ich, alle die Möglichkeit hatten, gehört zu werden“, so der Bürgermeister auf Anfrage des „Nordschleswigers“.

Das Projekt am Nordertor fuße so auf einem Beschluss des Stadtrates, und den verfolge man weiterhin, so Riber Jakobsen. „Wir sind den Kompromiss eingegangen zwischen Park und Gewerbe, so wie es die Bürgerinnen und Bürger gewünscht hatten.“

Ziel weiterhin verfolgen

Kürzlich hatte der Stadtrat beschlossen, das Projekt fortzuführen. Investoren sollen dafür begeistert werden. Es sollen technische Untersuchungen durchgeführt werden und ein Programm für die Umstrukturierung des Areals entwickelt werden – alles in Zusammenarbeit mit Fachleuten.

„Ich weise darauf hin, dass wir etwa 60.000 Bürgerinnen und Bürger in der Kommune haben. Ich bin sicher, die stille Mehrheit ist für unsere Pläne“, so der konservative Politiker.

Im Interesse der Stadt-Zukunft

Jan Riber Jakobsen hat einen Wunsch für die Zukunft: „Ich wünsche mir, dass wir alle den Plan unterstützen, dass das Gebiet, das bisher als dichtes Gewerbegebiet im Bebauungsplan ausgewiesen war, jetzt eine Kombination aus öffentlichem Park und randständiger Bebauung (...) wird.“ Und er fügt hinzu: „Ich bin der Meinung, dass es im Interesse der Stadt ist, wenn der Stadtrat konsequent an Gesamtplänen arbeitet – wie etwa dem ,Zukunftsprojekt Apenrade' –, bei denen Umgestaltungsprozesse über mehrere Ratsperioden hinweg verfolgt werden.“