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Hvidovre im Pokal der Lieblingsgegner von Sønderjyske

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Matthew Hoppe bestraft den Fehler von Hvidovre-Torwart Anders Ravn zur 1:0-Führung.

Die Hellblauen haben zum vierten Mal innerhalb von zehn Jahren den Erstdivisionär aus dem Pokal-Wettbewerb geworfen und stehen im Achtelfinale.

Hvidovre IF schnappte im Frühjahr 2023 den Sønderjyske-Fußballern den Aufstieg in die Superliga vor der Nase weg, doch im Pokal ist der Kopenhagener Vorstadt-Klub zum Lieblingsgegner der Hellblauen geworden.

Zweimal wurde zuletzt eine Verlängerung erzwungen, einmal sogar ein Elfmeterschießen, doch Hvidovre ist jetzt bereits zum vierten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre im Pokal an Sønderjyske gescheitert, diesmal bereits nach 90 Minuten.

Absolut keine Topleistung

Der Fußball-Superligist konnte sich beim Erstdivisionär mit 2:1 durchsetzen und steht im Pokal-Achtelfinale.

„Das war absolute keine Topleistung, aber wir haben das Erforderliche getan, um eine Runde weiterzukommen. Das war ein professionelles Stück Arbeit an einem Dienstagabend in Hvidovre. Die Aufgabe wurde gelöst“, sagt Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard zum „Nordschleswiger“.

Über 90 Minuten gesehen ist gegen den Sønderjyske-Erfolg nichts einzuwenden, doch die Gäste machten in der zweiten Halbzeit zu wenig, nachdem sie es vor dem Seitenwechsel versäumt hatten, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Umstrittene Entscheidungen

Hvidovre erzielte das erste Tor, doch Alexander Hartmann stand hauchdünn im Abseits. So meinte es zumindest der Linienrichter. VAR hätte vielleicht anders entschieden, doch in den frühen Pokal-Runden gibt es den Video-Assistenten nicht.

Wenn es den VAR gegeben hätte, hätte er auch eingegriffen, als Matthew Hoppe mit einer Ringereinlage im Strafraum zu Boden gerissen und Lirim Qamili im Strafraum gefoult wurde, doch der Schiedsrichter sah das Foul außerhalb des Strafraums.

Matthew Hoppe hatte zuvor einen krassen Fehler von Hvidovre-Torwart Anders Ravn bestraft, doch die Gäste versäumten es in der Folge, die vielen Chancen zu nutzten und die Führung auszubauen. Hoppe traf die Querlatte, doch die Querlatte stand auch bei einer Hvidovre-Chance im Wege.

Zwei Joker stachen

Hvidovre kam nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel und nicht unverdient zum Ausgleich, kurz nachdem sie vergeblich einen Handelfmeter gefordert hatten, doch die Hellblauen konnten sich noch rechtzeitig wieder fangen und kamen durch zwei eingewechselte Spieler zur erneuten Führung. Kristall Mani Ingason traf nach Vorarbeit von Olti Hyseni.

Neuzugang Runar Sigurgeirsson kam zu seinem Startelf-Debüt und fiel mit einigen maßgeschneiderten Flanken vors gegnerische Tor auf.

Hvidovre IF - Sønderjyske (0:1) 1:2

0:1 Matthew Hoppe (23.), 1:1 Frederik Hoeg (58.), 1:2 Kristall Mani Ingason (68.)

Sønderjyske: Nicolai Flø – Simon Wæver (55.: Ebbe Duru), Magnis Jensen, Maxime Soulas, Runar Sigurgeirsson – Tobias Sommer, Mohamed Cherif – Lirim Qamili (65.: Olti Hyseni), Albert Rrahmani (83.: Anders Hoeg), Alexander Lyng (55.: Kristall Mani Ingason) – Matthew Hoppe (65.: Rasmus Vinderslev).

Schiedsrichter: Sebastian Aarup. Zuschauer: 948.