Deutsche Minderheit

Singend mit den Laternen durch die Straßen gezogen

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Auf dem Markt in Tondern rückte die Geschichte von Sankt-Martin in den Vordergrund.

Das traditionelle Laternenlaufen übt in den drei deutschen Kindergärten in der Kommune Tondern große Anziehungskraft aus. Leuchtende Kinderaugen und das Licht der Lämpchen erhellten die dunkle Jahreszeit.

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht“, und weitere Klassiker ertönten in Tondern, Lügumkloster sowie Jeising.

Die drei Kindergärten unter dem Dach der Kindergärten und Freizeitclubs in der Kommune Tondern (DKCT) zogen traditionell um den Sankt-Martins-Tag am 11. November mit ihren Laternen durch die Ortschaften.

Eine Veranstaltung, die stets große Anziehungskraft ausübt. Die Mädchen und Jungen aus den Kindergärten und den Freizeitclubs trugen stolz ihre leuchtenden Lampions durch die Straßen. Diese waren teils gemeinsam mit den Omas und Opas in den Einrichtungen gebastelt worden.

Das ganze Dorf ist auf den Beinen

In Jeising stärkten sich die Erwachsenen und die Kinder an einem Imbiss, bevor sie loszogen.

In Jeising ist das Laternelaufen seit vielen Jahren ein Termin, in den der ganze Ort eingebunden ist. Bevor es losging, stärkten sich die Teilnehmenden unter anderem an warmem Kakao, eingebackenen Würstchen und Grillwürsten. Angeführt wurde die lange Menschenschlange vom Fanfarenzug Karrharde.

Gemeinsames Essen auf dem Spielplatz

Die Kinder trugen stolz ihre Laternen durch Jeising.

In Lügumkloster hatte der Elternbeirat einen kleinen Imbiss vorbereitet, der auf dem Spielplatz gegessen wurde. Dort sangen die Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde und Personal auch das erste Laternenlied. Pastor Matthias Alpen spielte auf der Gitarre. Beim Umzug durch den Ort wurde zweimal ein singender Stopp eingelegt.

An dem gelungenen und gemütlichen Abend bei schönstem Wetter nahmen etwa 150 Personen teil.

Ein Trio sorgte für die musikalische Begleitung

Der Elternbeirat hatte in Lügumkloster Essen für die ganze Truppe vorbereitet.
Nicht nur die Laterne leuchtete, sondern auch die Warnweste trug zur Sichtbarkeit bei.
Eine herbstlich dekorierte Laterne

In Tondern führten zwei Pferdchen die leuchtende Karawane an, die sich durch die weihnachtlich geschmückten Straßen zog. Für die Musik waren der stellvertretende Abteilungsleiter Lars Malligsen-Schorr (Gitarre), Erzieherin Renate Osterholz (Akkordeon) sowie Pastorin Dorothea Lindow (Gitarre) zuständig.

Sankt-Martin im Blick

Engagiert bei der Sache
Zu den verschiedenen Modellen gehörte ein leuchtendes Einhorn.
Wie war das noch mal mit dem Sankt-Martin? Auf dem Markt stellte Lars Malligsen-Schorr den Kindern Fragen zu der Geschichte des hilfsbereiten römischen Soldaten, der später ein Heiliger wurde.

Bei dem Halt auf dem Markt ging es auf Augenhöhe mit den Kindern um Fakten über Sankt-Martin. Sie erzählten zum Beispiel, dass er ein Soldat gewesen war und den Armen half. Leuchtend und singend ging es dann durch weitere Straßen zurück in den Kindergarten.

Dort wartete nach getaner „Arbeit“, eine leibliche Stärkung auf Klein und Groß. Und dann dauert es wieder ein Jahr, bevor ein Lichtermeer zu Martins Ehren erstrahlt.