Veranstaltungshinweis

Drei Minuten für die Zukunft des Ehrenamts

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Ehrenamtliche Arbeit ist sehr vielfältig und wird in vielen Bereichen eingesetzt, hier im Deutschen Museum Nordschleswig (Archivfoto).

Der Markt für das Ehrenamt findet in Kürze in Apenrade statt. Lokale Vereine stellen sich und ihre Angebote vor. Es geht jedoch auch um die Zukunft des Ehrenamts, denn diese steht vor Herausforderungen. Wie können diese gelöst werden? Acht Kommunalpolitikerinnen und -politiker stellen ihre Visionen vor.

„Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht.“ Dieses Zitat des englischen Schriftstellers Charles Dickens macht den Sinn ehrenamtlicher Arbeit deutlich.

Sie gibt Sinn, ermöglicht soziale Kontakte, stärkt die Gemeinschaft, das Selbstbewusstsein und den Selbstwert – um nur einige Eigenschaften zu nennen, die dem freiwilligen Engagement von der Wissenschaft zugeschrieben werden.

Am Sonnabend, 31. Mai, findet auf dem Nørreport in Apenrade der Sonnabend der Freiwilligen (Frivillig Lørdag) statt. Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren sich verschiedenste Vereine aus der Kommune und stellen ihre Angebote vor. Sie informieren darüber hinaus über die Möglichkeiten für ehrenamtlichen Einsatz.

Ohne Ehrenamt keine Vereine

Ohne Ehrenamtliche wäre unsere Gesellschaft stark eingeschränkt – keine Vereine, keine Freiwilligen für die unterschiedlichsten Aufgaben. Ohne Ehrenamt fehlt ein großer und wichtiger Teil der Gesellschaft“, sagt Kurt Asmussen, der für die Schleswigsche Partei (SP) im Apenrader Stadtrat sitzt.

Vereinen fehlen Freiwillige

Doch die Vereine sind unter Druck. Es fehlten freiwillige Helferinnen und Helfer, wie Gry Schultz, die Leiterin des Apenrader Frivilligcenters, in einer Mitteilung berichtet.

„Apenrade ist eine gute Kommune, um sich freiwillig zu engagieren. Es gibt viele aktive Vereine aller Art, die großartige Arbeit leisten. Doch insbesondere viele soziale Organisationen sind in Bezug auf Ressourcen stark unter Druck“, wiederholt die Leiterin des Frivilligcenters. „Wir sind neugierig darauf, welche Rahmenbedingungen die Kommunalpolitikerinnen und -politiker für die freiwillige soziale Arbeit sichern wollen“, so Schultz.

Wie geht es besser? – Politikerinnen und Politiker mit Visionen

Darüber hinaus sind acht Stadtratspolitikerinnen und -politiker verschiedener Parteien zu einer Diskussionsrunde eingeladen worden. Sie sollen innerhalb von drei Minuten zwei Fragen beantworten:

  1. Soll es eine kommunale Freiwilligenpolitik geben – warum bzw. warum nicht?
  2. Welche Rolle soll die freiwillige soziale Arbeit im Zusammenhang mit der kommunalen Wohlfahrtsproduktion spielen – und wie wollt ihr gute Rahmenbedingungen für diese Arbeit sichern?

Erste Vorschläge gibt es schon

Die SP hat jüngst ihr Programm vorgestellt. Ein Vorschlag zur Förderung des Ehrenamts der SP lautet, das Thema Ehrenamt auf den Stundenplan in den Schulen zu setzen und so schon Kinder an die freiwillige Arbeit heranzuführen.

Derzeit gebe es noch keine kommunale Freiwilligenpolitik. „Wir hoffen daher, dass wir mit dieser Veranstaltung den Auftakt für ein Gespräch über unsere gemeinsamen Visionen für das lokale Ehrenamt geben können“, sagt Gry Schultz.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion:

  • Schleswigsche Partei, Kurt Asmussen
  • Sozialdemokraten, Erik Uldall
  • Venstre, Thomas Andresen
  • Dänische Volkspartei, Kim Andkjær Doberck
  • Christendemokraten, Ester Esmarch
  • Dänemarkdemokraten, Patrick Culmsee Bryhl
  • Sozialistische Volkspartei, Michael Christensen
  • Konservative, Jan Riber Jakobsen

Die Veranstaltung wird um 10 Uhr eröffnet und dauert bis 14 Uhr.