Digitalisierung

„Wir sind gemeinsam verdammt weit gekommen“

„Wir sind gemeinsam verdammt weit gekommen“

„Wir sind gemeinsam verdammt weit gekommen“

Apenrade/Aabenraa
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Gwyn Nissen
Chefredakteur Gwyn Nissen am Montag im Medienhaus in Apenrade Foto: Cornelius von Tiedemann

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Der ausführliche Bericht: Die Vorsitzende und der Chefredakteur des „Nordschleswigers“ blickten auf der Generalversammlung auf große Veränderungen und Erfolge für 2020-2021 zurück. Jetzt sollen noch mehr aus der Minderheit mit ins Boot geholt werden.

Der Deutsche Presseverein hat am Montagabend im Apenrader Medienhaus seine Generalversammlung abgehalten. Dies ist der ausführliche Bericht – eine Zusammenfassung des Abends gibt es unter folgendem Link:

Elin Marquardsen: „Ein Grund zur Freude und dazu, stolz zu sein“

Pressevereinsvorsitzende Elin Marquardsen ging in ihrer Rede besonders auch auf Kritik ein, die es daran gegeben hatte, dass die tägliche Papierzeitung im Februar 2021 durch ein rein digitales Angebot abgelöst wurde. Es scheine aber, so Marquardsen, als habe sich die anfänglich auch heftige Kritik „gemildert“ und in vielen Fällen sogar in Zusammenarbeit gewandelt.

„,Der Nordschleswiger' ist eure Tageszeitung, euer Nachrichtenmedium, und ihr seid im Recht, uns mit euren Ideen und eurer Kritik zu bereichern. Ihr rennt damit offene Türen ein“, so die Vorsitzende.

Leider sei es aufgrund der Corona-Restriktionen lange nicht möglich gewesen, die versprochenen digitalen Einführungs-Kurse für Leserinnen und Leser durchzuführen, denn „Corona hat dem einen Strich durch die Rechnung“ gemacht. Doch sie verwies auf eine eigens eingerichtete Hotline und erste nachgezogene Veranstaltungen in den deutschen Büchereien.

Lob an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Marquardsen lobte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „Nordschleswigers“ für ihren Einsatz in einem Jahr, in dem neben der übergangsweisen „Doppelbelastung“, weil zugleich die Tageszeitung und das digitale Angebot bedient werden mussten, auch noch die Corona-Krise für mehr Arbeit unter außergewöhnlichen Umständen gesorgt hat.

Sie versicherte angesichts des absehbaren Endes der Restriktionen auch jenen, die den digitalen „Nordschleswiger“ noch nicht nutzen: „Wir werden im Laufe des Jahres viele weitere Kurse anbieten. Ich kann nur hoffen, dass ihr nicht resigniert habt und weiter offen und bereit sein. Nehmt bitte teil, Übung macht den Meister. Ihr schafft das – wir möchten euch so gerne dabeihaben und euch an der Vielfalt unseres Mediums teilhaben lassen.“

Elin Marquardsen, rechts daneben Hans Christian Bock Foto: Cornelius von Tiedemann

Versprechen 14-tägliche Zeitung eingehalten

Neben den Einführungskursen erinnerte Marquardsen auch daran, dass die Feiern zu 75 Jahren „Nordschleswiger“, wie vieles andere 2020, nicht stattfinden konnten und dass der Übergang von der Papier- zur Internetzeitung so nicht gebührend und „würdig“ habe gefeiert werden können.

Das neben den Einführungskursen zweite Versprechen sei jedoch eingehalten worden: Die 14-tägliche Papierzeitung erscheint seit Februar und sammelt die wichtigsten Geschichten aus den vorangegangenen beiden Wochen aus allen Lokalredaktionen, der Hauptredaktion und aus Kirche und Verbänden. „Glücklicherweise“ habe der Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), des Dachverbandes der deutschen Minderheit in Dänemark, zugestimmt, das zu finanzieren.

Etwa 300 Leserinnen und Leser in Dänemark und Deutschland leisten sich derzeit ein Abo für den eigenen Briefkasten, die Auflage beträgt insgesamt, inklusive der gratis in den Einrichtungen der Minderheit verteilten Exemplare, etwa 3.000 Stück.

Marquardsen dankte diesbezüglich den Schulen, Kindergärten, Büchereien und anderen, die bei der Verteilung geholfen haben.

Hinrich Jürgensen
Der BDN-Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen hörte aufmerksam zu. Foto: Cornelius von Tiedemann

„Neues Medium mit vielen Möglichkeiten“

Auch wenn die tägliche Papierzeitung nicht mehr da ist, sagte Marquardsen, „den ,Nordschleswiger' gibt es immer noch. Durch die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, wird er uns erhalten bleiben“, so die Vorsitzende. „,Der Nordschleswiger' ist ein Produkt seiner Zeit“, sagte sie und betonte, dass der digitale „Nordschleswiger“ „kein halbherziger Ersatz“ sei, sondern „ein neues Medium mit vielen Möglichkeiten“.

Dass die Auflage der Papierzeitung zuletzt noch stärker gesunken ist als in den Jahren und Jahrzehnten zuvor habe natürlich auch mit der Ankündigung zu tun gehabt, dass es das gesamte Angebot gratis im Internet geben würde. Doch, so Marquardsen, „das wäre aber auch so nicht aufzuhalten gewesen“. Sie dankte dem BDN-Hauptvorstand dafür, den eingeschlagenen Weg der Zeitungsleitung unterstützt zu haben.

Lob an Zeitungsleitung

„Die Art und Weise hat nicht nur Lob geerntet“, sagte sie an die Chefredaktion, Geschäftsführer Christian Andresen und Projektmanager Carsten Werth gerichtet, „ihr habt aber nicht resigniert. Hohe Standards wurden angelegt, und die Reise war nicht ohne Hindernisse und Fehlschläge, auch weil ihr den Ehrgeiz hattet, es möglichst perfekt zu machen“, so Marquardsen.

„Wir dürfen uns glücklich schätzen, euch mit dieser Aufgabe betraut zu haben“, so Marquardsen, die auf eine jüngst vom Dachverband der dänischen Medien, Danske Medier, erhaltene Auszeichnung für die Digitalisierung verwies. Diese sei „ein Grund zur Freude und dazu, stolz zu sein“ – und das gelte „nicht nur für uns, sondern für die gesamte Minderheit. Vielen Dank“.

Dank an das Team

Nicht nur der Zeitungsleitung, auch allen übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte Marquardsen. „Was würde uns eine noch so funktionelle App nutzen, wenn es nicht die Journalistinnen und Journalisten gäbe, die die Leere füllen würden?“, fragte sie und unterstrich, welch enorme Arbeits- und Doppelbelastung auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugekommen war.

Sie zollte dem Team ihren Respekt dafür, „dass ihr nicht aufgegeben habt und nun hoffentlich mehr Zeit für eure Geschichten und Artikel habt“. Sie hoffe, dass „die Arbeit jetzt wieder Spaß macht“, denn „euer Engagement ist das Rückgrat des ,Nordschleswigers' und verdient unser aller Anerkennung“.

Zahlen als Beleg

Die Zahlen, so Marquardsen, würden den Erfolg der Digitalisierung belegen. So hat sich die Zahl der täglichen Besucher des digitalen „Nordschleswigers“ allein auf Internetseite und App, also ohne die sozialen Medien, das Radio, den Newsletter und andere Ausspielwege mitzurechnen, auf 12.000 Menschen täglich innerhalb von fünf Jahren verzehnfacht.

„Meldet euch für den Newsletter an – ihr bekommt jeden Nachmittag um 17 Uhr eine Mail, so könnt ihr sicherstellen, dass ihr jeden Tag die Zeitung gelesen bekommt – und man wird nicht nass, wenn man ihn holen geht“, so Marquardsen.

„Wir erreichen heute schon viel mehr Menschen als mit der Tageszeitung“, fasste sie die Zahlen zusammen. Den Weg von der Papierzeitung zum digitalen Medienhaus nannte sie einen „Quantensprung“.

Die Minderheit lebt, wenn über sie berichtet wird, und davon leben die Vereine und Verbände. Gehen wir gemeinsam neue Wege!

Elin Marquardsen

Das eigentliche Ziel sei es jedoch, die Menschen in der MInderheit vermehrt zu erreichen, zum Beispiel junge Menschen, oder in der Berichterstattung Seniorinnen und Senioren, die ehrenamtliche Arbeit leisten, öffentlich anzuerkennen zu lassen. Eltern auf dem Weg zu Kindergärten und Schulen zu erreichen oder die Mitglieder der Verbände dazu zu bewegen, die App nutzen.

Sie alle sollten entdecken, dass „Der Nordschleswiger“ immer dabei ist, wo etwas in der Minderheit passiert, er „rudert mit, fiebert beim Faustball und Rhönrad mit“, so Marquardsen.

„Die Minderheit lebt, wenn über sie berichtet wird, und davon leben die Vereine und Verbände. Gehen wir gemeinsam neue Wege!“

 

Gwyn Nissen: „Ich finde, wir machen einen guten und professionellen Job – und wir machen ihn immer besser“

Chefredakteur Gwyn Nissen dankte in seiner Rede den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Unsere Digitalisierung ist eben nicht nur ein Technologie-Projekt und ein Plattform-Wechsel. Ihr habt richtig viel neu lernen müssen, Gewohnheiten ändern müssen, und obendrauf haben wir auch noch eine redaktionelle Entwicklung und auch eine neue Linie gepackt“, so Nissen.

„Manchmal habt ihr euch über Entscheidungen in der Leitung geärgert, und andere Male haben wir uns daran gerieben, dass nicht alles gleich von allen umgesetzt wird“, blickte er auf ein intensives Jahr zurück: „Wir sind gemeinsam verdammt weit gekommen, und ich freue mich darüber, alle mit an Bord zu haben.“

Das gelte fürs gesamte Haus. „Verlag und Redaktion – alle sind wichtig“, so Nissen. Selbst die, die die Zeitung verlassen haben, hätten loyal bis zum letzten Tag Einsatz gezeigt.

Hannah Dobiaschowski
Museumsleiter Hauke Grella im Gespräch mit „Nordschleswiger“-Mitarbeiterin Hannah Dobiaschowski Foto: Cornelius von Tiedemann

„Nordschleswiger“ wird international wahrgenommen

Nissen unterstrich, dass „Der Nordschleswiger“ in Dänemark und Deutschland, aber auch international wahrgenommen werde. „Nicht nur wegen unserer Digitalisierung, die natürlich auch auf Interesse stößt, aber auch unser Journalismus zieht weite Kreise“, so der Chefredakteur.

Er nannte Beispiele von Zitaten in der „BBC“ bis zum „Spiegel“ und hob die Medienwirksamkeit der neu geschaffenen Korrespondentenstelle auf Christiansborg und der Sportredaktion hervor – und freute sich über leicht verständliche Grafiken, die „Der Nordschleswiger“ seinen Leserinnen und Lesern inzwischen anbietet, zum Beispiel zu den komplizierten Corona-Regeln im Grenzland.

Auch diverse Hochschulen und Medienforscher würden den „Nordchleswiger“ und seine Entwicklung interessiert und voller Anerkennung verfolgen und „in verschiedenen Medien-Netzwerken und in Medien im In- und Ausland dürfen wir immer wieder über den ,Nordschleswiger' und was wir machen, berichten“.

„Historisches Jahr“

Nissen erinnerte daran, dass 2020 ein „historisches Jahr“ für den „Nordschleswiger“ gewesen sei.
„Es war das letzte volle Jahr als Tageszeitung, und wir haben bereits zum Jahreswechsel 2019/2020 auf Digital umgestellt“ – aus den Online-Artikeln sei nebenbei dann auch die Tageszeitung produziert worden (früher war es umgekehrt).

„Wir haben in Nordschleswig zuletzt weniger als 900 Abonnenten gehabt – nicht alle aus der Minderheit“, so Nissen, der damit erneut betonte, wie wenig Reichweite auch in die Minderheit hinein die Papierzeitung zuletzt nur noch gehabt hat.

Wir haben uns manchmal schon darüber gewundert, wie aktiv unsere Leserinnen und Leser sind.

Gwyn Nissen



Im vergangenen Jahr sei „intensiv an der Umsetzung unseres strategischen Plans für die Umstellung auf eine digitale Zukunft“ gearbeitet worden. Nissen nannte einige Punkte, die dabei im Vordergrund gestanden hätten:

  • Die Entwicklung des digitalen Auftritts
  • Die Vermarktung der digitalen Angebote
  • Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Verbänden der Minderheit
  • Die Schulung von Senioren
  • Die Vorbereitung für ein 14-tägliches Zeitungsprodukt.

„Trotz Corona haben wir einen engen Kontakt wie noch nie zu unseren Leserinnen und Lesern gehabt“, sagte Nissen. „Wir haben uns manchmal schon darüber gewundert, wie aktiv unsere Leserinnen und Leser sind. Aber es ist ein gutes Zeichen“, fand er.

„Probiert es aus“

Und er sagte: „Ich finde, wir machen einen guten und professionellen Job – und wir machen ihn immer besser. Und wenn andere außerhalb der Minderheit Anerkennung für uns finden, dann hoffe ich auch, dass wir in der Minderheit gut ankommen.“

Nissen appellierte an alle, die sich noch immer dem digitalen Umstieg verweigern: „Für die, die immer noch der Zeitung nachweinen – probiert es bitte aus, bis es eine gute Gewohnheit geworden ist.“

Die vielen, die es gemacht haben, seien zu großen Teilen sehr zufrieden. „Wir hatten beim Wechsel weniger Reaktionen, als ich erwartet hatte, und die, die wir hatten, waren vor allem technischer Art oder Leser-Wünsche. Wir haben fast allen helfen können, doch in einigen Fällen haben die Nutzer zu alte Geräte – dann verweisen wir auf die Browser-Lösung nordschleswiger.dk“, so Nissen.

Wichtige Rolle in der Corona-Krise

„Wir sind primär das Medium der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Doch neben Deutschen in Dänemark und Lesern aus der Mehrheitsbevölkerung haben uns auch viele Leserinnen und Leser aus Deutschland entdeckt“, so Nissen.

Die Corona-Pandemie habe den Online-Journalismus und somit die Digitalisierung beflügelt. „2020 hatten wir 7,5 Millionen Seitenaufrufe – 2019 waren es etwa 2 Millionen“, so Nissen. Wenn es weitergehe wie bisher, werde für 2021 mit rund 10 Millionen gerechnet.

„Wir haben während der Corona-Pandemie eine große Rolle für Deutsche gehabt, die Aktivitäten, Urlaub oder Freunde und Familie in Dänemark haben. Aber auch umgekehrt“, erklärte der Chefredakteur, denn „nirgends anders haben sie Informationen über die Corona-Regeln und Einreise-Bestimmungen in deutscher Sprache lesen können. An unserem Spitzentag hatten wir über 43.000 Leser aus Deutschland und Dänemark auf unserer Seite.“

Und: „Ich glaube, ich liege nicht falsch, wenn ich sage, dass wir seit März 2020 bis heute um die 1.000 Anfragen zu Corona gehabt haben – aus Deutschland und Dänemark. Auch das haben wir geleistet. Unsere Journalisten sind Experten in Sachen Corona-Regeln.“

„Wir wollen noch mehr ältere Nutzerinnen und Nutzer mitnehmen“

Es gelte aber auch weiterhin, das Nordschleswig-Potenzial auszuschöpfen. „Wir haben dafür die Seite umgebaut und unter anderem verstärkt den lokalen Stoff in den Vordergrund gestellt“, so Nissen.

Er betonte: „Wir wollen noch mehr ältere Nutzerinnen und Nutzer mitnehmen.“

Die Hotline sei weiterhin erreichbar, „wir sind in den Büchereien präsent“, und Geschäftsführer Christian Andresen und viele andere Mitarbeiter „fahren auch zu Leserinnen und Lesern nach Hause, um technische Fragen zu lösen“.

Als weitere Ziele nannte er:
• Noch mehr jüngere Leserinnen und Leser
• Eine zweite Runde mit Verbänden, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern
• Inhalte weiter entwickeln, mit mehr Videos, Grafiken und laufend optimierter Webseite.

An der App werde „fleißig weitergearbeitet, und wir stehen vor weiteren Updates“.

Wie vor der Umstellung gewünscht, veröffentlicht „Der Nordschleswiger“ digital Stoff sowohl vom „SHZ“ als auch von der „dpa“ und hat damit „heute mehr Deutschland-Stoff als zuvor auf den Mantelseiten der Zeitung“. Und „obendrauf internationalen Stoff, den wir vorher online nicht in dem Umfang hatten.“

 
Claus Erichsen
Claus Erichsen (mit erhobenem Finger), Anneliese Bucka und Peter Iver Johannsen vertraten die Leserschaft. Foto: Cornelius von Tiedemann


Leserinnen und Leser: „Unsere Älteren haben aber wirklich Probleme auch mit den Fremdwörtern“

Die Leserschaft war auf der Generalversammlung nur spärlich, dafür mit vorbereiteten Fragen vertreten.

Als Stimme älterer Leserinnen und Leser meldete sich Anneliese Bucka zu Wort. „Viele haben Schwierigkeiten, aber ich bin jetzt drin“, sagte sie. „Unsere Älteren haben aber wirklich Probleme auch mit den Fremdwörtern“, so Bucka, die Begriffe wie „App“ und „Web“ als Beispiele nannte. Auf die Älteren müsse zugegangen werden, da viele das Gefühl hätten, „sie können es eh nicht“.

Chefredakteur Nissen versicherte, dass genau deshalb die Schulungen wieder angekurbelt worden seien – „und wir kommen wieder raus. Die Reaktion ist, dass wir vielen Älteren die Angst genommen haben – und das werden wir nicht nur dieses Jahr, sondern auch in den kommenden Jahren machen“.

Der frühere BDN-Generalsekretär Peter Iver Johannsen wünschte sich, dass die Leitartikel noch zentraler sichtbar sein sollten – worauf Nissen ihm versicherte, dass die aktuellen Leitartikel stets gut sichtbar im Überblick zu finden seien und zudem, der Aktualität nach sortiert, unter dem Menüpunkt „Meinung“ zu finden seien.

Leser Claus Erichsen brachte eine ganze Reihe von Wünschen technischer und inhaltlicher Natur mit – zum Beispiel einen kompakteren Newsletter und noch schnellere Überblicke auf der Internetseite.

Claus Erichsen Foto: Cornelius von Tiedemann

„Es ist wichtig, dass ihr gekommen seid“

Chefredakteur Nissen nahm die Wünsche auf – verdeutlichte aber auch, dass jeder das, was ihn nicht interessiere oder was sie oder er schon gelesen habe, mühelos überspringen kann. Und der Newsletter sei „auch dazu da, einen Einblick in unsere Arbeit zu geben und zu erklären, warum wir was machen“, so Nissen. „Die Zeitung hat von uns doch auch niemand komplett durchgelesen“, stellte er fest – und erhielt dafür Zustimmung von allen Seiten.

Auch der BDN-Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen brachte Ideen mit – und berichtete seinerseits von „Erfolgsgeschichten“. Es gebe „Leute, die sagen, das ist eigentlich fantastisch geworden, ich habe noch nie so viel Zeitung gelesen“.

Die Pressevereins-Vorsitzende Marquardsen sagte schließlich an die Leserinnen und Leser gewandt: „Es ist wichtig, dass ihr gekommen seid, da ihr die Nutzer seid, und es ist wichtig, dass wir hören, was ihr zu sagen habt. Wir machen das Produkt für euch, für niemand anderen.“

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