Erster Spatenstich

Ortserneuerung in Hoyer offiziell mit Bagger gestartet

Ortserneuerung in Hoyer offiziell mit Bagger gestartet

Ortserneuerung in Hoyer offiziell mit Bagger gestartet

Hoyer/Højer
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Mit der High-five-Geste besiegelten der Vorsitzende der Versorgungsgesellschaft, Preben Linnet (l.) und Bürgermeister Henrik Frandsen ihren Bagger-Einsatz. Foto: Jane Rahbek Ohlsen

Mit dem Regenwasserbassin rückt die Marsch dichter an den Ort. Mondlandschaft soll neuer Knotenpunkt für Gäste werden.

Die Ortserneuerung in Hoyer ist eines der sechs Standbeine in der 250 Millionen Kronen schweren Tonderner-Marsch-Initiative. Rund drei Jahre, nachdem das Gesamtprojekt im Juni 2016 in Hoyer vorgestellt wurde, fiel am Dienstag der Startschuss für die Erneuerung des Gesamtbilds auf dem früheren Industriegrundstück im Bereich zwischen Slusevej und A. R. Kjærbysvej.

Dort haben in den vergangenen Monaten die alten Lagerhallen der Möbelfabrik Stück für Stück den Platz geräumt. Nun wurden in der neuzeitigen Ausgabe des ersten Spatenstichs maschinell die Weichen für das Auffangbecken für Regenwasser von Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) und dem Vorsitzenden der Versorgungsgesellschaft Tønder Forsyning, Preben Linnet (Venstre), gestellt. Damit wurden für die zwei Herren Kinderträume wahr, als sie mit einem Komatsu Hybrid Bagger jeweils eine gut gefüllte Schaufel Erde gekonnt abbaggerten. Im Vorfeld hatten sie eine kleine Einführung mit je zwei Baggerschaufeln gehabt.

Platz gibt es dort auch für ein Naherholungsgebiet und Parkplätze für die Besucher, die sich auf den Weg nach Hoyer machen. Der neue Vorstoß soll den Marschenort in der Rolle als das Tor zur Marsch stärken.

Viele Bürger wohnten dem offiziellen Startschuss bei, während sich der verlockende Duft von Grillwürsten breitmachte. Die junge Garde war durch Schüler der benachbarten Designnachschule vertreten.

Schlachter Gerd Müller stand am Grill und die Würste fanden einen reißenden Absatz. Foto: Jane Rahbek Ohlsen

Lärm und Bau-Gewühle

„Heute geht die Stadtumbildung so richtig los, wenn wir gemeinsam mit der Versorgungsgesellschaft die Arbeit mit dem neuen Knotenpunkt für die Ankunft und die Abfahrt der Gäste in Angriff nehmen. Damit rückt die Marsch noch ein Stückchen näher und kommt quasi in den Ort hinein“, so Frandsen mit Blick auf das Grundstück, das noch wie eine Mondlandschaft anmutet. Er und Linnet kündigten an, dass es in den nächsten Jahren dort Lärm und auch Bau-Gewühle geben wird. Frandsen hoffte, dass sich die Bürger auch bei der bevorstehenden Neugestaltung der Straßen und Gassen einbringen werden.

Die Schüler der benachbarten Designnachschule wohnten dem ersten Spatenstich bei. Foto: Jane Rahbek Ohlsen

„Das große und spannende Projekt ist für die Entwicklung des Orts und der Region von großer Bedeutung. Die Dinge, mit denen die Versorgungsgesellschaft sich beteiligt, spielen sich in der Regel unter dem Erdboden ab und sind nachfolgend nicht besonders sichtbar“, so Linnet. Das Auffangbecken für Regenwasser, das um die 9.000 Kubikmeter fassen kann, wird jedoch durchgehend sichtbar sein.

Durchgehend Wasser im Bassin

„Wir erwarten, dass es in der Mitte des Bassins stets einen Wasserspiegel in Höhe von einem bis eineinhalb Metern geben wird“, so Linnet. Mit dem Becken soll der Anteil des Regenwassers, das in das örtliche Klärwerk geleitet wird, minimiert werden. Das Wasser, das die Himmelsschleusen passieren lassen, soll langsam aus dem Becken in die Wiedau sickern. 2018 hatte das Klärwerk insgesamt 307.000 Kubikmeter zu bewältigen, und im Jahr davor waren es 418.000 Kubikmeter. „Wenn man sich an die Witterungsverhältnisse erinnert, lässt es im Vergleich die Schlussfolgerung zu, dass die rund 100.000 zusätzlichen Kubikmeter 2017 auf Niederschlag zurückzuführen sind“, so Linnet.

Der Vorsitzende der Versorgungsgesellschaft berichtete, dass für den Bau des Beckens zwischen 15.000 und 18.000 Kubikmeter Erdreich abgetragen werden müssen. Somit können die Hoyeraner allerhand Erdtransporte erwarten. Die Erde ist nicht belastet und ist für alle Zwecke einsetzbar. Die Versorgungsgesellschaft, die auch Erneuerungen des Leitungsnetzes plant, bringt sich mit etwa 40 Millionen Kronen ein. Die Tonderner-Marsch-Initiative investiert 70 Millionen Kronen im Marschenort. Das Unternehmen Arkil Anlæg erhielt unter vier Mitstreitern für 4.489.000 Kronen den Zuschlag für die Neugestaltung.

Das Gelände wird für eine geraume Weile eine Baustelle sein. Foto: Jane Rahbek Ohlsen
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