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Elektro, Hybrid oder doch lieber der klassische Verbrennungsmotor?

Elektro, Hybrid oder doch lieber der klassische Verbrennungsmotor?

Elektro, Hybrid oder doch lieber der klassische Verbrennungsmotor?

Apenrade/Aabenraa
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Im Januar wurden viele Autos verkauft. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Die Zahl der Kfz-Neuzulassungen stieg im Januar deutlich an. E-Autos und Plugin-Hybride werden immer beliebter, aber lohnt es sich jetzt schon, umzusatteln?

Die Türen zu den Autohäusern in Dänemark wurden im Januar förmlich von den vielen Kunden eingedrückt. Insgesamt wurden 21.134 Neuwagen in Dänemark zugelassen. Das sind 7 Prozent mehr als im Januar 2018 und ganze 50 Prozent mehr als im vorherigen Monat, berichtet der Verband der dänischen Autofahrer FDM.

„Vieles deutet darauf hin, dass die Senkung der Steuerabgaben auf Autos und der Wirtschaftsaufschwung das Kaufinteresse der Bürger angekurbelt haben. Viele wollen jetzt ihr altes Auto loswerden“, erklärt der Direktor der dänischen Autoimporteure, Gunni Mikkelsen. Insbesondere E-Autos und Plugin-Hybrids sind auf dem Vormarsch. Mit 258 Neuzulassungen wurden im Januar doppelt so viele E-Autos wie im Durchschnittsmonat 2018 verkauft. Noch besser verkaufen sich die sogenannten Plugin-Hybrids.

Diese haben einen klassischen Verbrennungsmotor und eine kleinere Batterie, die per Ladekabel aufgeladen werden kann und dem Autofahrer kleinere Strecken im elektrischen Betrieb ermöglicht. Diesen Autotyp wählten im Januar 432 Bürger – 66 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres, so FDM.

Steigendes Interesse

Auch beim Apenrader Autohändler Jes P. Jessen hat sich das steigende Interesse der Kunden für E-Autos und Plugin-Hybrids bemerkbar gemacht. „Unsere Kunden stellen bei den Plugin-Autos mehr Fragen als früher“, erklärt Ole Lundgaard, Kia-Verkaufsleiter bei Jes P. Jessen gegenüber dem „Nordschleswiger“. Im Plugin-Bereich kann er seinen Kunden den Kia Niro anbieten, der allein im Januar in Dänemark 326-mal verkauft wurde und damit Platz 16 der meistverkauften Autos belegt. „Viele der Niro-Käufer kommen mit einem älteren Dieselwagen und wollen den absetzen“, so Lundgaard, der unter anderem den VW-Dieselskandal und die zunehmenden Dieselfahrverbote als Grund für das steigende Interesse an Plugin-Hybrids und E-Autos sieht.

„Zudem werden diese Autotypen immer mit Automatik angeboten, was bei vielen Kunden ein Kaufkriterium geworden ist“, erklärt Lundgaard. Ihm zufolge verbinden Plugin-Hybrids das unbesorgte Fahren mit grüner Mobilität. „Viele Kunden machen sich bei E-Autos Sorgen, ob die Reichweite ausreicht. Plugin-Hybrids erlauben rund 30 Kilometer elektrisches Fahren, was für viele kleinere Fahrten genügt, und können wegen des Verbrennungsmotors aber auch für eine Wochenendfahrt nach Kopenhagen problemlos genutzt werden“, so der Autoverkäufer. Auch Lundgaard ist der Meinung, dass die Abgabensenkung eine wesentliche Rolle bei den Neuzulassungen spielt. „Früher kamen die Kunden und wollten einen Kia Picanto kaufen. Heute greifen sie nach größeren Modellen wie unseren Niro“, so Lundgaard.

Der Listenpreis für einen Kia Niro beginnt derzeit bei 262.488 Kronen.Trotz der steigenden Verkaufszahlen im E-Bereich und bei den Plugin-Hybrids gehen beim Gesamtverkauf lediglich drei Prozent auf ihre Kappe.

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