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Simon Kjær rechnet mit Felix Magath ab

Simon Kjær rechnet mit Felix Magath ab

Simon Kjær rechnet mit Felix Magath ab

Helsingør
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Simon Kjær, hier in einem Testspiel gegen SønderjyskE im Juni 2011 in Sonderburg, absolvierte 57 Bundesliga-Spiele für den VfL Wolfsburg. Foto: Karin Riggelsen

Von 2010 bis 2013 stand Simon Kjær beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Der Nationalmannschafts-Kapitän bezeichnet die Zeit in der Fußball-Bundesliga als sehr lehrreich, lässt aber an Felix Magath kein gutes Haar.

"Wolfsburg wurde für mich ein ganz anderes Erlebnis als Palermo. Zum ersten Mal musste ich persönlich Rückschläge einstecken. Das war eine unglaublich lehrreiche Zeit für mich, wo ich erleben durfte, was eine Auslands-Karriere bieten kann, wenn man mitten im Chaos eines abstiegsbedrohten Klubs steht", sagt Simon Kjær in einem Interview mit Jyllands-Posten: "Ich meine, dass ich im Laufe von zwei Jahren sechs Trainer und drei Sportdirektoren hatte, Sie sind rein- und rausgeflogen. In meiner ersten Saison war ich Stammspieler, dann kam der einzige Manager meiner Karriere, den ich nicht ausstehen und mit dem ich nicht arbeiten konnte. Felix Magath hat mir vor der Saison gesagt, dass er die Mannschaft um mich herum aufbauen wolle. Danach hat er hinterfragt, was ich mir für meine Karriere vorgenommen habe. Wie jeder andere Profi auch, habe ich geantwortet, dass ich beim bestmöglichen Klub spielen wolle. Magath sah dies als möglich an und sagte, er wolle mir helfen. Vier Wochen späte stand ich beim AS Rom, weil er mich doch nicht gebrauchen konnte."

Der Innenverteidiger wurde in der Saison 2011/12 an den AS Rom ausgeliehen und kehrte danach nach Wolfsburg zurück.

"Die Zeit in Wolfsburg hat mir auf die harte Art und Weise eine mentale Stärke aufbauen lassen, von der ich nicht wusste, dass man sie haben muss, um im Ausland erfolgreich zu sein. Magath ist ein Heuchler, von denen es in der Fußballwelt reichlich gibt. Die Zeit nach meiner Ausleihe war die einzige, in der ich nicht regelmäßig spielte. Magath wollte mich nicht wechseln lassen und hat ich weiß nicht wie viele Transfers einen Riegel vorgeschoben. Ich konnte mich einfach auf die Tribüne setzen. Das war keine schöne Zeit. Es hatte den Anschein, dass es sein Ziel war, meine Karriere zu zerstören. Als Magath entlassen wurde, absolvierte ich die restlichen Spiele, und wir hatten einen Punkteschnitt, der gereicht hätte, um die Bundesliga zu gewinnen. Deswegen war keine Zeit in Wolfsburg besser, als die Leute in Erinnerung haben. Aber das wart zweifelsohne die größte Herausforderung, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb“, sagt der 28-Jährige zu Jyllands-Posten.

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