Übertragungsrechte

Fussball-Bundesliga feiert Bildschirm-Comeback

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Thomas Delaney wird nach seinem Wechsel von Werder Bremen zu Borussia Dortmund häufiger auf dänischen Bildschirmen zu verfolgen sein.

Nach langer Pause kehrt die Fußball-Bundesliga wieder auf die dänischen Bildschirme zurück. Die Nordic Entertainment Group, die u.a. TV3 Sport und Viaplay betreibt, hat sich die Übertragungsrechte für die nächsten drei Spielzeiten bis 2021 gesichert.

Eine drastische Preisanhebung des neuen Rechtebetreibers und eher bescheidene Einschaltquoten hatten Bundesliga-Fans in den vergangenen beiden Jahren in die Röhre gucken lassen. Ekstra Bladet ermöglichte im Laufe der vergangenen Saison zwar einen Livestream im Internet, doch nicht zuletzt die Bundesliga-Fans in Nordschleswig werden sich freuen, dass die Bundesliga nun einen Bildschirm-Comeback feiern wird.

Der Redaktionschef von TV3 Sport will über die finanziellen Aspekte des Deals kein Wort verlieren.

„Wir freuen uns nur, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, die Bundesliga zu präsentieren“, sagt Kim Mikkelsen zum Nordschleswiger: „Wir haben bemerkt, dass die Stadien in Deutschland voll sind, die Atmosphäre und die Fernsehproduktionen gut sind. Das ist eine attraktive Ware. Leider ist der HSV abgestiegen, aber wir können uns darüber freuen, dass wir mit Thomas Delaney einen dänischen Dortmund-Spieler bekommen.“

Die Bundesliga ersetzt auf den Kanälen der Nordic Entertainment Group indirekt die italienische Serie A und die spanische La Liga.

„Wir haben erkennen müssen, dass sich die spanische Liga, abgesehen von Real Madrid und Barcelona, schwer tut, wenn es um gute Einschaltquoten geht“, so Kim Mikkelsen, der sich von der Bundesliga bessere Zahlen erhofft, auch aufgrund der vielen dänischen Spieler.

Die Nordic Entertainment Group hat sich neben den Bundesliga-Rechten auch die Übertragungsrechte für die französische Ligue 1, die niederländische Ehrendivision, die belgische First Division A und die schottische Premiership gesichert. Auch die Südamerika-Meisterschaft für Nationalmannschaften, die Copa America, kommt hinzu. Der Konzern verfügt bereits über die Rechte für die Champions League, die englische Premier League und die dänische Superliga.