HANDBALL

Munteres Schaulaufen gegen KIF Kolding

Munteres Schaulaufen gegen KIF Kolding

Munteres Schaulaufen gegen KIF Kolding

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Sonderburg/Sønderborg
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Noah Gaudin konnte neun Treffer gegen Kolding erzielen. Foto: Karin Riggelsen

39 Tore gegen die Lokalrivalen – das ist aller Ehren wert. Die Gäste machten es den Hellblauen am letzten Spieltag der Saison allerdings auch leicht.

Die Handballer von SønderjyskE haben ihr abschließendes Saisonziel gegen KIF Kolding mit 39:29 gewonnen.

Dass es für die Gäste bei der Partie um nichts mehr ging, merkte man schnell. Tabellarisch war für die Hellblauen das Gleiche der Fall.

Die Hoffnung auf das Erreichen des Halbfinals um die dänische Meisterschaft wurde bereits am 21. April begraben, als die Hellblauen mit 29:32 gegen KIF Kolding verloren hatten.

Es gab also nichts zu gewinnen, aber immerhin einiges zu revanchieren. Und das gelang eindrucksvoll.

Sveinn Johannsson kam des Öfteren vom Kreis aus zum Abschluss. Foto: Karin Riggelsen

KIF Kolding war zwar ohne Leistungsträger wie Andreas Flodman und Thomas Boilesen angetreten, aber das darf für den Auftritt der Gäste keine Ausrede sein.

Von Anfang an waren sie SønderjyskE hoffnungslos unterlegen und bekamen kein Bein auf den Boden. Es war eine Mischung aus einer starken Angriffsleistung der Hausherren und einem desolaten Agieren der Gäste, die unheimlich viele einfache Fehler machten.

SønderjyskE nahm die Geschenke dankend an, spielte aber auch die normalen Angriffe konzentriert aus.

Alec Smit auf dem Flügel wurde immer wieder gesucht und traf zuverlässig. Kristian Stranden sorgte anfangs aus dem Rückraum dafür, dass sich SønderjyskE schnell absetzen konnte und nach 20 Minuten schon mit 15:9 führte.

Wer an ein Aufbäumen der Gäste glaubte, wurde enttäuscht. Sie konnten und wollten nichts gegen die Blamage tun. Halbzeitstand 21:13.

Kristian Dahl Pedersen konnte sich bei seinem 100. Spiel für SønderjyskE auszeichnen. Foto: Karin Riggelsen

Furioser Beginn – schleppendes Ende

In der zweiten Hälfte wurden weitere Stammkräfte der Gäste aus dem Spiel genommen, und auch SønderjyskE spielte nicht mit der ersten Garde weiter. Doch auch der zweite Anzug der Hellblauen saß besser als Koldings.

Die Hellblauen zogen weiter davon – sie hatten sich für das unwichtigste Spiel des Jahres etwas vorgenommen. Etwas mehr als KIF Kolding.

Spannend war es nie, und die Freude über den abschließenden Sieg entsprechend verhalten. Am Ende regte sich nicht einmal mehr Koldings Trainerteam über das Debakel auf.

Auch SønderjyskE gönnte einigen Stammkräften längere Pausen. Foto: Karin Riggelsen

Über Sinn und Unsinn solcher Spiele lässt sich sicher streiten, aber Fakt ist: SønderjyskE geht mit einem haushohen Sieg gegen die Erzrivalen in die Sommerpause. Ob sich daran nach den Sommerferien noch jemand erinnert, ist mehr als fraglich.

Drei Spieler werden allerdings noch lange auf das Spiel zurückblicken; Josip Cavar, Jon Lindenchrone Andersen und Mikkel Hansen werden den Verein verlassen und haben ihr letztes Spiel im Skansen in Sonderburg absolviert.

Auch für Josip Cavar heißt es Abschiednehmen. Er verlässt den Verein in Richtung TTH Holstebro. Foto: Karin Riggelsen

SønderjyskE – KIF Kolding (21:13) 39:29

SønderjyskE: Kristian Dahl Pedersen (3), Josip Cavar – Thomas Mogensen (1), Sveinn Johannsson (4), Oliver Sigurd Nielsen, Frederik Ladefoged (3), Morten Bjørnshauge, Malthe Damgaard (1), Ulrik Nøddesbo Eggert, Mikkel Hansen (2/1), Marcus Dahlin (4), Kristian Stranden (4), Alec Smit (6), Noah Gaudin (9), Tobias Møller (2/2).

KIF Kolding: Tim Winkler, Agust Eli Björgvinsson – Frederik Weber (2), Alexander Morsten (2), Kristoffer Vestergaard (2), Vetle Rønningen (2), Nicolaj Jørgensen (7/1), Chris Jørgensen (1), Jens Svane Peschardt (3), Andreas Væver (3/1), Benjamin Pedersen (2), Anders Petersen, Simon Lindved (1), Andreas Bech Elbæk, Phillip Pedersen (1), Peter Balling (2).

Zeitstrafen 1:2, Siebenmeter 3:2, Schiedsrichter: Henrik Pagh Mortensen/Jesper Kirkholm Madsen. Zuschauer: 0.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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