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„Zweifel haben sich langsam eingeschlichen“

„Zweifel haben sich langsam eingeschlichen“

„Zweifel haben sich langsam eingeschlichen“

Hadersleben/Haderslev
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Foto: Scanpix/Claus Fisker

Die Freude über den gebrochenen Bann war groß, aber es war bei den SønderjyskE-Fußballern nach dem 5:2-Sieg über den FC Midtjylland auch eine gehörige Portion Erleichterung zu verspüren.

Die Freude über den gebrochenen Bann war groß, aber es war bei den SønderjyskE-Fußballern nach dem 5:2-Sieg über den FC Midtjylland auch eine gehörige Portion Erleichterung zu verspüren.

„Der Sieg war verdammt wichtig. Weniger für die Tabelle, vielmehr für unser Selbstvertrauen“, meint der zweifache Torschütze, Johan Absalonsen: „Nach so vielen Spielen ohne Sieg hatten sich bei uns langsam Zweifel eingeschlichen, ob wir überhaupt das Niveau für die Meisterschafts-Endrunde haben. Jetzt macht ein Sieg allein nicht den ganz großen Unterschied aus, aber es zeigt uns, dass mehr aus uns herauszuholen ist. Wir haben wieder zurück zu unserem wahren Gesicht gefunden.“

Den Blick auf die Tabelle will er sich auch nach dem ersten Sieg in der Meisterschafts-Endrunde sparen.

„Europa haben wir schon nach den Niederlagen gegen Nordsjælland und Lyngby zum Eckball geschossen. Wir müssen schon in den letzten drei Spielen gegen Nordsjælland, Brøndby und FCK alles abräumen, um dafür noch in Frage zu kommen. Da mache ich mir überhaupt keine Gedanken“, sagt Johan Absalonsen, der sich vielmehr darüber freut, dass der dänische Vizemeister wieder in die richtige Spur gefunden hat: „Der Stolz war ein wichtiger Motivator für uns. Es ist wichtig, dass es wieder in die richtige Richtung geht.“

Auch für den SønderjyskE-Trainer ist das Thema Europapokal-Teilnahme weiterhin kein Thema.

„Ich möchte die Möglichkeit natürlich nicht abschreiben, aber es gibt keinen Grund, uns über eine Medaille oder über eine Europapokal-Teilnahme Gedanken zu machen. Das haben wir bereits vor einiger Zeit aus den Köpfen geschlagen, denn dafür ist die Basis nicht da gewesen“, meint Claus Nørgaard, der sich aber über die richtige Attitüde seiner Schützlinge freute: „Wir hatten in den letzten zwei, drei Spielen unser Fokus auf die Mentalität und den Charakter. Da waren wir in Brøndby gut und in Lyngby okay. Gegen Midtjylland kann ich nur zufrieden sein.“

Der SønderjyskE-Trainer freute sich über das zusammenhängende Pressing seiner Mannschaft, aber auch über den gelungenen Systemwechsel.

„Wir hatten aus dem Hinspiel in Herning gelernt und gesehen, dass Janus Drachmann zentral viel zu viel Platz hatte. Wir waren der Ansicht, dass ein 4-2-3-1-System dies unterbinden kann und hatten auch die Spieler für dieses System. Philip Zinckernagel ist seit längerer Zeit auf einem guten Weg gewesen und hat geduldig auf seine Chance gewartet. Er war jetzt bereit, und das hat er auch bewiesen“, zeigt sich Claus Nørgaard zufrieden.

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