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Riddersholm freut sich auf eine klare Ansage der Amerikaner

Riddersholm freut sich auf eine klare Ansage der Amerikaner

Riddersholm freut sich auf eine klare Ansage der Amerikaner

Hadersleben/Haderslev
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Glen Riddersholm kam Anfang 2019 zu SønderjyskE und besitzt bis Mitte 2022 einen Vertrag. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Ein kalter Wind bläst Glen Riddersholm und seiner Mannschaft seit Wochen ins Gesicht. Nach einer starken ersten Saisonhälfte tun sich die Hellblauen mehr als schwer, die Talfahrt zu stoppen. Der SønderjyskE-Trainer geht nicht freiwillig von Bord. Zumindest vorerst nicht.

Das sah schon gut aus, als die SønderjyskE-Fußballer nach acht Spieltagen der laufenden Superliga-Saison an der Tabellenspitze standen, doch langsam ging die Leistungskurve nach unten. Die Talfahrt begann schon in den letzten Wochen von 2020, doch nach einem bislang mehr als enttäuschenden 2021 ist die Top-6-Hoffnung vom Abstiegskampf abgelöst worden. Hinzu kamen viele Störfaktoren in den Kulissen.

Nach der Kündigung von Sportchef Hans Jørgen Haysen und dem angekündigten Rücktritt von Direktor Klaus Rasmussen hat sich bei Glen Riddersholm mit Sicherheit das Gefühl eingeschlichen, allein auf der Kommandobrücke zu stehen. Der Cheftrainer hat sich schwergetan, seinen Frust zu verbergen, doch freiwillig will er nicht von Bord gehen. Zumindest noch nicht. Riddersholm hat vor, seinen bis zum Sommer 2022 laufenden Vertrag zu erfüllen, erwartet aber mit Spannung, welche Strategie die amerikanischen Klubeigentümer präsentieren.

SønderjyskE konnte 2021 nur zwei der neun Superliga-Spiele gewinnen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Ist es denkbar, dass du auf eigenen Wunsch SønderjyskE vor Vertragsende im Sommer 2022 verlässt?

„Nein, das glaube ich nicht. Das sind Spekulationen und Gerüchte. Ich gehe jeden Tag mit einem enormen Feuer und einer enormen Leidenschaft zur Arbeit, und ich liebe mein Team“, sagt Glen Riddersholm zum „Nordschleswiger“: „Nächste Woche kommen die Amerikaner bei uns zu Besuch, und darauf freuen wir uns sehr. Ich hoffe, dass kundgegeben wird, welche Strategie vorgesehen ist. Ich glaube, es wird einen Fingerzeig geben, was die Zukunft bringen wird. Ich denke, dass nicht nur ich, sondern alle Mitarbeiter sich auf eine Ansage freuen, in welche Richtung wir uns in Zukunft bewegen. Und wenn du mich fragst, ob ich zu einem anderen Klub Kontakt aufgenommen habe, dann ist die Antwort Nein. Ich suche nicht nach etwas anderem. Ich bin weiterhin voll engagiert. Hier habe ich all meinen Fokus.“

Glen Riddersholm steht in den kommenden Wochen mit SønderjyskE vor wichtigen Aufgaben. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Wie groß ist die Enttäuschung, dass es nach dem Abgang von Hans Jørgen Haysen als Sportchef kein Angebot gab, eine Manager-Rolle einzunehmen?

„Ich habe nicht das Bedürfnis, Manager oder Sportdirektor zu werden. Ich bin Fußball-Trainer“, unterstreicht Glen Riddersholm: „In erster Linie ärgere ich mich, dass wir Haysen verloren haben. Ich ärgere mich über den Zeitpunkt und dass es so kurzfristig passiert ist. Die Arbeit, die neue Führung zusammenzustellen, hat meine volle Unterstützung. Ich habe an Gesprächen mit Gynther und Klaus (Vorstandsvorsitzender Gynther Kohls und Direktor Klaus Rasmussen, d. Red.) teilgenommen, wo ich meine Sicht der Dinge mitgeteilt habe. Ich möchte gerne den Prozess beeinflussen, hatte aber zu keinem Zeitpunkt den Wunsch, irgendeine Funktion zu übernehmen.“

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