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Riddersholm nimmt seine Spieler in Schutz

Riddersholm nimmt seine Spieler in Schutz

Riddersholm nimmt seine Spieler in Schutz

Hadersleben/Haderslev
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SønderjyskE hat 2021 in der Superliga nur zwei der neun Spiele gewonnen, sich aber im Pokal zweimal gegen Fremad Amager durchgesetzt. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die SønderjyskE-Fußballer sind in der Superliga ins Straucheln geraten, doch im Pokal sind die Hellblauen seit November 2018 ungeschlagen. Im Halbfinale wartet ein dicker Brocken auf einen Titelverteidiger ohne Selbstvertrauen. Der Trainer reagiert auf den Vorwurf der Lustlosigkeit und stellt sich vor die eigene Mannschaft.

„Wir gehen mit einem guten Glauben an eigene Fähigkeiten in die beiden Halbfinalspiele gegen Midtjylland. Das ist der amtierende Meister, aber obwohl es von der Form her in der Liga hakt, denken wir, dass wir die Werkzeuge haben, um Midtjylland zu schlagen, auch weil es uns in beiden Spielen der laufenden Saison gelungen ist“, sagt SønderjyskE-Trainer Glen Riddersholm vor dem Halbfinal-Hinspiel am Donnerstag ab 16.30 Uhr (live bei „DR1“) in Herning gegen den FC Midtjylland.

„Wir haben ständig gesagt, dass wir eine erfolgreiche Titelverteidigung anstreben, und wir haben vor, dies auch umzusetzen. Wir fahren nach Herning, um zu gewinnen. Das wird man auch sehen, wie wir das Spiel anpacken. Das Superliga-Spiel am Sonntag ist wichtig, aber das ist der Pokal auch“, so Riddersholm mit Blick auf das Superliga-Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenschlusslicht AC Horsens.

SønderjyskE verschenkte in Aalborg den Sieg. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die Hellblauen verlängerten am Wochenende mit der 2:3-Niederlage gegen AaB die Negativserie und müssen sich in den letzten neun Liga-Spielen der Saison mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen, holen sich aber das Selbstvertrauen aus der jüngsten Pokal-Geschichte.

Der Titelverteidiger hat die letzten zehn Spiele im Pokal-Wettbewerb alle gewonnen. Die letzte Niederlage gab es im November 2018 beim 1:2 nach Verlängerung gegen Esbjerg fB. Seitdem wurden Viktoria (5:0), Hvidovre (4:2 n.V.), Brøndby (1:0), Randers (2:1), Horsens (2:1), AaB (2:0) sowie Skive (1:0), Lyngby (2:1 n.V.) und Fremad Amager (2:1/4:1) besiegt.

„Ich bin seit Anfang 2019 hier, und seitdem haben wir im Pokal nicht verloren. Wir haben die gute Fähigkeit, unsere Leistung zu bringen, wenn es im Pokal um alles oder nichts geht. Es ist schwerer, in der Liga über einen längeren Zeitraum konstant gute Leistungen zu zeigen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, im Pokal eine starke Leistung über 90 Minuten zu finden und sie mit in die Liga zu nehmen. Es ist nicht so, dass wir das Fußballspielen vergessen haben, es fehlt nur ein wenig das Selbstvertrauen“, meint der SønderjyskE-Trainer.

Der SønderjyskE-Trainer erwartet von erfahrenen Spielern wie Marc Dal Hende, dass sie Verantwortung übernehmen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Die 2:3-Niederlage gegen AaB war für ihn ein gutes Beispiel für eine SønderjyskE-Mannschaft ohne Selbstvertrauen.

„Wir haben fabelhafte 51 Minuten hingelegt und AaB aus dem Konzept gebracht. Wir hätten bei unserer 1:0-Führung den Sack zumachen müssen, waren dazu aber nicht in der Lage und sind durch eigene Fehler mit 1:2 in Rückstand geraten. Wir hatten danach die richtigen Intentionen und versucht, das Spiel zu drehen, aber nicht mit dem gleichen Mindset und Plan. Die erfahrenen Spieler sind gefragt. Sie müssen Verantwortung übernehmen, und das tun sie auch. Sie tun es nur in unterschiedlicher Weise. Meine Aufgabe ist es, eine gemeinsame Richtung vorzugeben“, so Riddersholm: „Wenn wir in Rückstand geraten, müssen wir nicht gleich forcieren, um den Rückstand wettzumachen, sondern akzeptieren, dass wir uns die nächsten zehn Minuten erst einmal stabilisieren müssen und dann einen neuen Anlauf nehmen können.“

Nach der Niederlage am Ostermontag hat es am Dienstag und Mittwoch lange Mannschaftsgespräche gegeben, wo viele Dinge angesprochen worden sind.

„Der Klub hat sich in den letzten Jahren entwickelt und hat andere Spielertypen in der Mannschaft, auch junge Individualisten. Wir haben weniger Schwarzbrot und mehr Flair, und das sorgt für Leistungsschwankungen. Wir sind derzeit ein wenig zerbrechlich. Leider zeigen wir im Laufe der 90 Minuten zu viele unterschiedliche Gesichter. Wir versuchen, daran zu arbeiten, aber es fehlt uns die Zeit. Sieben Wochen dauert die Saison noch, und wir haben jeden dritten Tag ein Spiel. Wir müssen es jetzt eher mit Worten lösen und weniger auf dem Trainingsplatz“, sagt der SønderjyskE-Trainer, der in Sachen Einsatzbereitschaft seine Spieler in Schutz nimmt: „Wenn ich die Kritik höre, dass die Spieler den Einsatzwillen nicht besitzen, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn es nicht läuft, dann wollen viele sehen, dass man sich in die Zweikämpfe wirft und sich das Trikot zerreißt. Einige Spieler haben da eine andere Körpersprache, wo man es als Lustlosigkeit deuten kann, aber ich kann nur unterstreichen, dass die Spieler es unbedingt wollen. Einige bringen das eben anders zum Ausdruck. Wenn wir auf die Daten blicken, dann investieren die Spieler nicht weniger als im Herbst, als wir viele Spiele gewonnen haben. Sie arbeiten weiter genauso hart.“

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