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Luijckx fordert bei SønderjyskE einen Schritt nach vorne

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Hadersleben/Haderslev
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Kees Luijckx und Marc Pedersen zogen gegen AGF den Kürzeren. Foto: Scanpix/Claus Fisker

Der Niederländer zeigt sich mit dem achten Platz in der abgelaufenen Saison nicht zufrieden. „Wir müssen uns neue Ziele stecken. Ich weiß, dass mehr  möglich ist. Wir sind nicht schlechter als Mannschaften wie AGF, OB, Horsens oder AaB“, meint der SønderjyskE-Verteidiger.

SønderjyskE hat in der Endabrechnung der Fußball-Superliga den achten Platz belegt und liegt somit eigentlich im Soll, aber irgendwie schmeckt der achte Platz nicht so richtig. Die Stimmung pendelte sich irgendwo zwischen akzeptabel und enttäuschend ein, nachdem man am Dienstagabend im Halbfinale des Europa-Playoffs an AGF gescheitert war.

„Wir liegen mit dem achten Platz im grünen Bereich. Die zehn Spiele ohne Sieg im Herbst haben verhindert, dass wir die Top 6 erreichen konnten. Danach war es unser Ziel, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu erreichen und ein Spiel auswärts gegen den FCN oder FCK zu erzwingen. Das ist uns in der letzten Halbzeit misslungen“, zieht SønderjyskE-Sportchef Hans Jørgen Haysen ein überwiegend positives Fazit: „Es spricht für ehrgeizige Spieler und einen ehrgeizigen Klub, dass wir hier stehen und auch ein wenig enttäuscht sind. Das sind neue Töne, denn ein achter Platz ist für einen Klub wie SønderjyskE okay. Wir müssen in erster Linie in finanzieller Hinsicht zulegen, wenn wir den nächsten Schritt machen wollen, aber da arbeiten wir dran. Der Stadionumbau wird uns auch voranbringen, und es werden auch Dinge im Umfeld verbessert, die man vielleicht nicht als erstes sieht, wenn man die Spiele verfolgt. Wir haben einen A+-Trainer eingestellt, in den Gesundheitsstab investiert und nutzen ein GPS-Trackingsystem.“

Kees Luijckx hatte von der SønderjyskE-Mannschaft mehr erwartet und fordert in der nächsten Saison einen Schritt nach vorne.

„Der achte Platz ist okay und ist in dem Bereich des gesteckten Ziels, aber ganz persönlich bin ich mit der Art und Weise, wie wir über die ganze Saison gespielt haben, nicht zufrieden“, sagt der Niederländer, der oft die SønderjyskE-Tugenden vermisst hat: „Im Heimspiel gegen Hobro und teilweise auch im Auswärtsspiel habe ich das alte SønderjyskE wiedererkannt. Es ist aber eine Saison mit vielen Aufs und Abs gewesen, wo uns die Stabilität gefehlt hat. Wir sind dort angekommen, wo wir mit achten Plätzen nicht mehr zufrieden sind. Wir müssen als Klub den nächsten Schritt machen. Das ist ganz normal, dass man nach Fortschritt strebt.“

Luijckx will eine „mental harte Saison“ jetzt abhaken und in der neuen Spielzeit weiter oben angreifen.

„Wir müssen uns neue Ziele stecken. Ich weiß, dass mehr möglich ist. Wir sind nicht schlechter als Mannschaften wie AGF, OB, Horsens oder AaB“, meint der SønderjyskE-Verteidiger: „Wir müssen mehr Stabilität reinbringen und ganz definitiv höhere Ziele anpeilen. Auch deswegen habe ich hier eine Vertragsverlängerung unterschrieben.“

Victor Mpindi Ekani konnte die Enttäuschung nicht verbergen. Foto: Scanpix/Claus Fisker

Claus Nørgaard unterstreicht, dass man bei SønderjyskE immer die Top 6 anstrebt, aber mit welcher Formation er die Meisterschafts-Endrunde erreichen will, lässt er noch offen, nachdem er in den vergangen Monaten häufig das System wechselte. 4-1-4-1, 4-2-3-1, 4-4-2 und 4-4-1-1 hießen zuletzt die Formationen, doch für den SønderjyskE-Trainer sind die Zahlenkombinationen nicht allersentscheidend.

„Es hatte zuletzt hohe Priorität, dass wir einen Offensivspieler näher an unseren Mittelstürmer heranrücken, um die gegnerische Mannschaft besser unter Druck setzen zu können. Dann müssen wir sehen, wie dies am besten klappt, aber vieles hängt auch vom Aussehen des Kaders ab“, meint Claus Nørgaard, der am 18. Juni zum ersten Mannschaftstraining nach der Sommerpause geladen hat. Die neue Superliga-Saison beginnt am 15. Juli.

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