Fussball

Ein Fanklub, der kein richtiger ist

Timo Fleth
Timo Fleth Volontär
Niebüll/Hadersleben
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Jörg Stümer (Mitte) war der Ausgangspunkt für die Begeisterung für die SønderjyskE-Fußballer. Foto: Timo Fleth

Eine Gruppe sportverrückter nordfriesischer Squasher haben Dänemark und die SønderjyskE-Fußballer für sich entdeckt.

Die Saison der SønderjyskE-Fußballer hat mit der Niederlage gegen AGF in den Playoffs um den Einzug in die Qualifikation zur Europa League ihr vorzeitiges Ende gefunden. An Unterstützung der Fans von den Rängen hat es dabei aber sicherlich nicht gemangelt. Über 6.000 Zuschauer im Stadion zum Abschluss sprechen dabei Bände.

Zu den Anhängern, die die Hellblauen durch dick und dünn begleiten, zählt auch eine Gruppe aus dem nördlichen Nordfriesland in Niebüll. Zwar sind die Menschen hinter Sønderjyske-Squash, tatsächlich ein Sportverein, kein eingetragener Fanklub, aber an Begeisterung für die Hellblauen mangelt es ihnen nicht. Das Squash im Namen der Gruppierung spielt dabei eine recht wesentliche Rolle, denn das ist der Sport, den die meisten der Gruppe ausüben. Wobei offizielle Beziehungen zu SønderjyskE ob der Namensgebung nicht bestehen.

Dem Enthusiasmus hat das aber keinen Abbruch getan. Federführend bei den regelmäßigen Besuchen der Spiele in Hadersleben ist Jörg Stümer.

„Ich bin bereits mehr als zehn Jahre dabei. Zu meinem Geburtstag vor vier Jahren habe ich dann einige Jungs mitgenommen und seitdem besuchen wir fast jedes Heimspiel. Ich sag, ich fahr und dann füllt sich mein Auto immer wie von alleine“, so der Squashcenter-Besitzer, der die Ursprünglichkeit des Fußballs und der Rahmenbedingungen bei SønderjyskE so liebt.

Das Vereinslogo gleicht dem von SønderjyskE. Foto: Timo Fleth

Auch eine Saison mit Dauerkarte haben die Enthusiasten bereits hinter sich gebracht. Anfeindungen hat die kleine deutsche Delegation dabei im Stadion in Hadersleben noch nie erlebt.

„Das war der Wahnsinn. Wir waren sogar in Brøndby beim Gewinn der Silber-Medaille dabei. Im Stadion sitzen wir auch immer neben den Fans auf der Stehtribüne. Es gab noch nie ein Problem, und wenn man öfter kommt, wird man auch erkannt. Das Gemütliche ist einfach total faszinierend und man darf ja nicht vergessen, dass wir hier immer Erstliga-Fußball sehen“, so Florian Krebs, einer der häufigsten Mitfahrer von Jörg Stümer.

Einen offiziellen Fanklub zu gründen ist den Fans der Hellblauen aber bisher noch nicht in den Sinn gekommen.

„Die Mitfahrer spielen hier alle Squash und wir wollen es locker halten. Deshalb haben wir einem Fanklub bisher auch noch keinen Gedanken geschenkt“, so Stümer, der ganz sicher mit seinen Freunden auch in der kommenden Saison auf der Tribüne in Hadersleben zu finden sein wird.

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