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Gartenmann noch auf der Suche nach dem Mut

Gartenmann noch auf der Suche nach dem Mut

Gartenmann noch auf der Suche nach dem Mut

Hadersleben/Haderslev
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Stefan Gartenmann kam zuletzt immer häufiger zum Einsatz. Foto: Scanpix/Claus Fisker

Der 20-Jährige soll gegen OB den verletzten Ramon Rodrigues auf der rechten Abwehrseite ablösen.

Die beste Ausgabe von Stefan Gartenmann haben die SønderjyskE-Fans noch nicht gesehen. So sieht es zumindest der 20-Jährige selbst, der im Sommer nach vier Jahren beim niederländischen Ehrendivisionär SC Heerenveen nach Hadersleben kam und zuletzt immer häufiger zum Einsatz kam.

„Es ist für mich bislang okay gelaufen. SønderjyskE ist ein guter Klub, und ich habe das bekommen, wonach ich aus war, nämlich Spielpraxis. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich mein Topniveau erreicht habe. Ich muss noch zulegen, nicht zuletzt in Sachen Mut und Selbstvertrauen, damit ich mir auch mal zutraue, den schwierigen Pass zu spielen. Die Qualitäten dazu habe ich“, meint Stefan Gartenmann, der zuletzt in der Innenverteidigung eingesetzt wurde, aber im Auswärtsspiel am Sonntag ab 14 Uhr gegen OB dazu auserkoren scheint, den verletzten Ramon Rodrigues auf der rechten Außenverteidiger-Position zu ersetzen: „Ich bin offen für alles, sehe mich aber in erster Linie als Innenverteidiger. Ich spiele aber auch im Tor oder in der Sturmspitze, wenn die Alternative ist, dass ich auf der Bank sitze.“

In Sachen auf der Bank oder gar auf der Tribüne sitzen, da hat Stefan Gartenmann schon reichlich Erfahrungen gemacht. Das aus Roskilde stammende Abwehrtalent ging bereits als 16-Jähriger in die Niederlande, schaffte aber den Durchbruch beim SC Heerenveen nicht.

„Ich habe es nicht bereut, dass ich so früh ins Ausland gegangen bin. Ich hätte mich im Nachhinein geärgert, wenn ich es nicht versucht hätte. Ich habe viel gelernt und bin sehr schnell gereift, aber selbstverständlich hatte ich mir einen anderen Ausgang und einen Durchbruch in der ersten Mannschaft von Heerenveen erhofft“, sagt Gartenmann: „Es hat letzten Endes auch das Quäntchen Glück gefehlt, dass eine Sperre oder eine Verletzung mir die Tür geöffnet hat. Ich saß einige Male auf der Bank, aber leider hat der Trainer nicht in meine Richtung geblickt.“

Sperren und Verletzungen haben ihm bei SønderjyskE die Chance gegeben, sich zu beweisen. In den letzten fünf Spielen absolvierte er dreimal 90 und einmal 89 Minuten, bevor eine Gelb-Rote Karte in der Schlussminute gegen Nordsjælland eine Sperre mit sich führte.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist gut, wie sie von Anfang an gewesen ist. Selbstverständlich sitzt man in der Umkleidekabine mit einem leeren Gefühl da, wenn man wieder nicht gewonnen hat, aber in vielen Begegnungen waren wir nur Millimeter davon entfernt. Ich bin mir sicher, dass es bald zu unseren Gunsten kippt, wenn wir unsere Aggresivität beibehalten“, so Gartenmann: „Wir müssen in beiden Strafräumen abgeklärter sein. Die vielen Gegentore in den Schlussminuten sind schwer zu erklären, aber ein Unglück kommt selten allein. Das sitzt dann schon im Hinterkopf.“

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