Kommunales

Unerwünschte Biogasanlage geht in die Anhörung

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Die Bewohnerinnen und Bewohner nach Westerterp und Laurup bemühten sich am Donnerstag nach Tondern.

Der Rathaussaal in Tondern war am Donnerstagabend fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Das lag unter anderem an Tagesordnungspunkt 19.

Bis zu 120 Menschen dürfen sich nach Feuerschutzauflagen im Stadtratssaal des Tonderner Rathauses aufhalten. Daher wurde am Donnerstagabend gezählt, als der Kommunalrat zu seiner März-Sitzung zusammentrat.

Maßgeblich verantwortlich für den Andrang waren Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Raum Westerterp (Vester Terp). Sie sind besorgt, dass eine geplante Biogasanlage ihre Lebensqualität verringert und fürchten schweren Verkehr auf dem viel zu schmalen Vinumvej. Nach der Ratssitzung meinte Andreas Born, der in Westerterp ein Haus besitzt, dass es nicht so gut gelaufen sei. Er hatte gehofft, dass das Projekt sofort verworfen werden würde.

Er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter hatten die Ratsmitglieder vor dem Haupteingang mit einem großen Banner empfangen und konnten ihnen Argumente mit auf den Weg geben, das Projekt fallen zu lassen.

Konkret ging es an diesem Abend darum, das Projekt Biogasanlage für acht Wochen in die Anhörung zu schicken. „Wir haben ja schon viele Bemerkungen von euch gehört. Nennt diese auch im Rahmen der Anhörung“, so der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Poul Erik Kjær, (Venstre).

Biogasanlage in Zahlen

Nein danke sagen die Menschen in Westerterp und Laurup

Allan Svendsen (Dänische Volkspartei) trat den Westerterp-Bürgerinnen und Bürgern zur Seite. „Niemand wünscht eine Biogasanlange. Es ist früher vorgekommen, dass Pläne sofort gebremst wurden. Ich kann auf eine Anhörung verzichten. Sonst würden wir Geld und Ressourcen vergeuden“, wetterte der DF-Politiker.

In Bjarne Lund Henneberg (Sozialistische Volkspartei) hatten die Bürgerinnen und Bürger auch einen Verbündeten gefunden. „Die Belastung auf dem nur 5,7 Meter breiten Vinumvej wird viel zu hoch. Für die Biogasanlage bei Sollwig bauten wir eine neue Straße, die 1,5 Meter breiter ist. Ich meine, es sollte ein geeigneter Standort gefunden werden.“

Martin Iversen (V) meinte, dass man den Projektbesitzenden eine Anhörung schulde. „Daher müsst ihr eure Kommentare auch in der Anhörung zum Ausdruck bringen.“

Anita Uggerholt Eriksen (Tønder Listen) betonte, dass alle Projekte fair behandelt werden sollten. Zum Publikum im Saal gewandt meinte sie: „Wir nehmen Bemerkungen im Rahmen einer Anhörung sehr ernst.“

Nach der Anhörung geht das Projekt wieder in die zuständigen Ausschüsse und in den Stadtrat.