Mülltrennung

Alle erhalten ein Fach für Essensreste

Alle erhalten ein Fach für Essensreste

Alle erhalten ein Fach für Essensreste

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Bredebro
Zuletzt aktualisiert um:
Ebenso wie die Recyclingtonne (l.) werden die Restmülltonnen in der Kommune Tondern demnächst zwei Kammern erhalten, damit Essenreste wiederverwertet werden können, statt als Müll verbrannt zu werden. Foto: Volker Heesch

Lieferengpass bei Müllautos: Die Einsammlung von Essensresten zusammen mit dem Restmüll verspätet sich. Privates Kompostieren weiter gefragt

„Die Haushalte mit eigenem Kompostbehälter sollen auch in Zukunft gerne Obst- und Gemüseschalen in den eigenen Kompost im Garten werfen. Aber Essenreste gehören künftig in einen Extrabeutel, der alle zwei Wochen mit der Restmülltonne abgeholt wird“, berichtet Bente Kristensen, zuständige Mitarbeiterin für Abfallentsorgung im kommunalen Betrieb „Tønder Forsyning“. „Die Haushalte bekommen neue, zweigeteilte Tonnen anstelle der heutigen Restmüllbehälter“, erklärt sie, das sei für alle obligatorisch.

Eigentlich sollte die vom übrigen Müll getrennte Einsammlung von Essensresten schon längst angelaufen sein. „Das für uns tätige Transportunternehmen muss jedoch erst die erforderlichen neuen Mülllaster bekommen“, so Bente Kristensen und erläutert, dass diese längst bestellt seien, aber bei den Herstellern große Lieferengpässe herrschten, weil derzeit in vielen Kommunen die Müllabfuhr auf getrennte Einsammlung von Essenresten umgestellt wird.

Sinn der gesonderten Erfassung der Essenreste ist das Ziel, das nährstoffreiche Material beispielsweise zur Biogasgewinnung zu nutzen und die übrig bleibenden Nährstoffe als Dünger in der Landwirtschaft zu verwenden. „Bisher wurden wertvolle Stoffe mit verbrannt“, so Bente Kristensen und fügt hinzu, dass die Verwertung der neuen, wertvollen Abfallstoffe per Ausschreibung an ein interessiertes Unternehmen vergeben wird. „Wichtig ist, dass die Essenreste aufbereitet werden“, erklärt sie. Es muss sichergestellt werden, dass keine Verunreinigungen in die Biogasanlagen kommen oder gar Plastikteile in den Dünger gelangen, der aus den Reststoffen nach der Biogasgewinnung hergestellt werden kann.

In die Beutel mit Essensresten dürfen keine Gartenabfälle gestopft werden. Bei Tønder Forsyning beginnt in den kommenden Monaten die Information der Bürger über die zusätzliche Abfallverwertung. „Wir empfehlen die Anschaffung eines kleinen Extrabehälters für Aufnahme der Essenreste in der Wohnung“, so Bente Kristensen, die unterstreicht, dass die von staatlicher Seite geforderte stärkere Wiederverwertung von Essenresten nicht mit einer Erhöhung der Preise für die Müllabfuhr verbunden ist. „Die Beschaffung der neuen Mülltonnen ist in unserem Haushalt berücksichtigt“, so die Müll- und Wiederverwertungsexpertin.

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