Jollmands Gaard

Von einer Ruine zur Perle

Ilse Marie Jacobsen
Ilse Marie Jacobsen Journalistin
Holm
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Jollmands Gaard
Dieses neueste Gebäude wird am Freitag eingeweiht. Foto: Karin Riggelsen

Finale des Jollmands Gaard: Am Freitag wird das letzte Gebäude des großen Hofprojekts offiziell eingeweiht.

Am Sonnabend gibt es in Holm ein Fest, von dem schon sehr viele Jahre geträumt wurde. Dann ist der, heute wieder sehr stolze alte, Jollmands Gaard nämlich ganz fertig.

Peter Jensen, der Vorsitzende des Fördervereins, ist darüber überhaupt nicht traurig. Langweilen müssen die fleißigen Helfer des Projekts sich nicht. „Dann geht es ja an die Wartung des Ganzen“, erklärt er lächelnd. Peter Jensen hilft seit 2000 im Jollmands Gaard. Er weiß einfach alles – wo die Fenster, die Bodensteine, die alten Möbel, die Pferdewagen oder die alten Traktoren herkommen. Wer was geschenkt hat, und von welchem Hof der Tisch, der Stuhl oder der alte Schreibtisch kommt.

20 Jahre lang haben diverse freiwillige Helfer unzählige Stunden gebraucht, um das schöne alte alsische Anwesen wieder in seine alte Pracht von 1800 zurückzuführen. Am morgigen Freitag wird das letzte neue Gebäude – ein Versammlungsgebäude auf dem früheren Backhausfundament – um 14.30 Uhr von Bürgermeister Erik Lauritzen eingeweiht. Im Hof des Jollmands Gaard liegt auch noch die Karunkel und eine Werkstatt, die aber nicht ursprünglich dort gelegen hat. Dort soll anschließend eine Ausstellung eingerichtet werden. Aber erst wird dort noch gefeiert. Die Renovierung der drei ursprünglichen Gebäude hat 14 bis 15 Millionen verschlungen.

Peter Jensen (77) kannte den letzten Bewohner vom Jollmands Gaard, Peter Jollmand. „Der war ein sehr netter Mann“, meint Jensen, der sich auch noch an die Schwester Tinne erinnert. Wenn die beiden einzigen Bewohner des Hofes auf dem lauten Fordson-Traktor unterwegs waren, konnte ganz Holm sie hören. Peter Jensen starb 1999 und sein Vermögen floss in das Kapital des Fonds Jollmands Gaard, indem noch heute 1,4 Mio. Kronen liegen. Der alsische Winkelhof war eines der größten Höfe der Gegend.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Venstre-Wellen“