Sprengung

Das Enstedtwerk verliert sein „rotes Ohr“

Das Enstedtwerk verliert sein „rotes Ohr“

Das Enstedtwerk verliert sein „rotes Ohr“

dodo
Enstedt/Ensted
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Im Mai wurde das große Kesselgebäude gesprengt, nun ist das „rote Ohr“ an der Reihe. Foto: Paul Sehstedt

Am Donnerstag um 13 Uhr wird das letzte Kraftwerksgebäude gesprengt, ehe es im neuen Jahr dem Schornstein an den Kragen geht.

Nach diversen Falschmeldungen in den sozialen Medien im vergangenen Monat, die von der bevorstehenden Sprengung des Schornsteins des Enstedtwerkes berichtet haben, gibt es nun Neuigkeiten – und diesmal von offizieller Seite.

Das Recyclingunternehmen Rimeco, das für den Abriss des ehemaligen Kraftwerkes verantwortlich ist, vermeldet, das am Donnerstag die nächste Sprengung durchgeführt wird.

Der 184 Meter hohe Schornstein muss sich allerdings vorerst weiter gedulden. Denn zunächst ist der letzte noch stehende Bau des Krafterwekes, das Denox-Gebäude, auch das „rote Ohr“ genannt, an der Reihe.

Geplant ist, dass um 13 Uhr die Sprengladungen gezündet werden, doch in Stein gemeißelt ist das laut Rimeco-Chef Klaus Peter Riggelsen nicht: „Bei kontrollierten Sprengungen kann immer etwas unvorhergesehenes passieren. Die Sicherheit steht natürlich immer an erster Stelle, sodass eine Verzögerung immer notwendig sein kann. Wir gehen, aber nicht davon aus, dass es dazu kommen wird“, so Riggelsen in einer Mitteilung.

Das Denox-Gebäude ist als Nächstes an der Reihe. Foto: Rimeco

Im Mai dieses Jahres war das große Kesselgebäude des Kraftwerkes gesprengt worden. Seitdem mussten zunächst mehrere Tausend Tonnen Schrott abgetragen werden, ehe nun die nächste Sprengung durchgeführt werden kann.

Schornstein im kommenden Jahr fällig

Doch wann ist denn nun der Schornstein fällig? Im kommenden Jahr soll es so weit sein, ab wann genau, da will sich Rimeco noch nicht festlegen, da nach der Sprengung des „roten Ohres“ damit gerechnet wird, dass die Aufräumarbeiten mehrere Monate andauern werden.

„Neben dem Wegräumen muss die Sprengung des Schornsteines mit den anderen Aktivitäten in dem Bereich abgestimmt werden. Dies erfordert Planung. Deshalb können wir noch kein genaues Datum nennen“, sagt Klaus Peter Riggelsen.

Fenster und Türen geschlossen halten

Die Sprengung des Denox-Gebäudes wird laut Rimeco deutlich geringer ausfallen als im Mai, aber dennoch im Stadtbereich zu hören sein. Das Unternehmen empfiehlt Anwohnern des Geländes, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Bereich um das Enstedtwerk wird ab Donnerstagmorgen für den Rest des Tages gesperrt.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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