Sprengung

Der Schornstein des Enstedtwerks wird noch nicht gesprengt

Der Schornstein des Enstedtwerks wird noch nicht gesprengt

Der Schornstein des Enstedtwerks wird noch nicht gesprengt

Apenrade/Aabenraa
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Mit seinen 184 Metern ragt der Schornstein des ehemaligen Enstedtwerks in den Himmel. Foto: Paul Sehstedt

Das Recyclingunternehmen Rimeco hatte sich vorsorglich schon eine Sprengzulassung eingeholt. Wann die Genehmigung in Anspruch genommen wird, steht noch nicht fest.

„Am Dienstag um 10 Uhr wird der Schornstein des Enstedtwerks gesprengt.“ Diese Nachricht geisterte am Wochenende so oder so ähnlich durch die sozialen Medien. Ein wenig wundert sich der Chef des zuständigen Recyclingunternehmens, Klaus Peter Riggelsen, darüber, dass dieser „einst anvisierte“ Termin überhaupt an die Öffentlichkeit gelangen konnte.

Sprengzulassung eingeholt

„Wir haben zwar eine Sprengzulassung eingeholt, geltend ab Kalenderwoche 48, also in dieser Woche, aber das geschah vorsorglich, um im Fall der Fälle bereit zu sein. Es war jedoch schon lange klar, dass wir den einst anvisierten Termin nicht würden wahrnehmen können. Wir sind nämlich noch lange nicht so weit. Wir müssen noch ganz viel Eisen wegschaffen, um überhaupt Platz für den fallenden Schornstein zu haben“, sagt Firmenchef Riggelsen.

Da eine solche Sprengzulassung für einen längeren Zeitraum gilt, sieht er darin auch kein Problem.

Der genaue Termin steht noch nicht fest

Es muss mindestens noch eine Schiffsladung Eisenschrott an den Kai gebracht und verschifft werden, bevor die Schornsteinsprengung vollzogen werden kann, schätzt Klaus Peter Riggelsen. „Der genaue Termin der Sprengung steht noch nicht fest, aber sie wird kaum noch in diesem Jahr stattfinden können“, teilt der Firmenchef mit.

Nordschleswigs höchstes Gebäude

Der Schornstein des Enstedtwerks misst stolze 184 Meter und ist damit nach Recherchen des „Nordschleswigers“ momentan das höchste freistehende Gebäude Nordschleswigs. Nicht mitgewertet sind an schrägen Seilen, sogenannten Pardunen, abgespannte Konstruktionen aus Stahlfachwerk oder Stahlrohr. Zu diesen Bauwerken zählen zum Beispiel viele der hiesigen Sendemasten. So überragt der Kassö-Sender mit seinen stolzen 320,4 Metern den Schornstein des ehemaligen Enstedtwerks um mehr als 136 Meter.

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