Arbeitsmarkt und Flüchtlinge

So viele Menschen aus der Ukraine leben und arbeiten in der Kommune Apenrade

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Aktuell leben rund 300 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Kommune Apenrade. Viele haben einen Job gefunden.

Ein Großteil der untergebrachten Flüchtlinge aus der Ukraine im berufsfähigen Alter sind in Beschäftigung. Aktuell leben 293 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Kommune Apenrade. Das ehemalige Pflegeheim in Tingleff fällt als Übergangsdomizil demnächst weg.

Am 26. November 2024 verlängerte das dänische Parlament das Sondergesetz für Schutzsuchende aus der Ukraine. Geflüchtete können bis März 2026 eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Das Gesetz ermöglicht außerdem, einer Beschäftigung nachzugehen.

Die Kommune Apenrade (Aabenraa) hat seit der Einführung des Sondergesetzes zur Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine (Februar 2022) insgesamt 483 Personen zugewiesen bekommen (Stand 9. Dezember 2024).

Viele trotz des Krieges wieder zurück in die Heimat

Laut Zahlen der kommunalen Verwaltung sind in diesem Zeitraum 118 Personen in die Ukraine zurückgekehrt, 51 haben die Kommune aufgrund einer Beschäftigung in einer anderen Kommune verlassen, und 17 Ukrainerinnen und Ukrainer sind aufgrund einer Beschäftigung zugezogen.

Aktuell leben 293 per Sondergesetz registrierte Ukrainerinnen und Ukrainer in der Kommune Apenrade. Landesweit liegt die Zahl bei rund 37.500 (Stand Dezember 2024). Die Zahl der Kinder beträgt landesweit etwa 16.000. Die allermeisten besuchen eine Schule oder eine Betreuungseinrichtung.

Eine Arbeitsstelle gefunden

Nach Angaben der Behörde „Styrelsen for Arbejdsmarked og Rekruttering“ (STAR) waren im Oktober 2024 134 der Geflüchteten in der Kommune Apenrade in Beschäftigung. Das entspricht 87 Prozent der Ukrainerinnen und Ukrainer im berufsfähigen Alter. Landesweit betrug die Zahl 83 Prozent. Zu den Spitzenreitern gehört die Kommune Tondern (Tønder).

„Es ist sehr erfreulich, dass bei uns so viele Ukrainerinnen und Ukrainer in Beschäftigung sind. Die Vermittlung funktioniert hervorragend, wobei zu betonen ist, dass diese Menschen eine große Bereitschaft zeigen, einer Arbeit nachzugehen“, so Arbeitsmarktausschussvorsitzende Dorrit Knudsen (Sozialdemokratie).

Ehemaliges Pflegeheim Tingleff nicht mehr Übergangsdomizil

Auch die Vermittlung von Wohnraum habe bislang gut geklappt, ergänzt die Ausschussvorsitzende.

Nach der Zuweisung durch die Einwanderungsbehörde haben die Kommunen 15 Tage Zeit, um für die Geflüchteten eine Wohnung zu finden. Als Übergangslösung nutzt Apenrade nach wie vor das ehemalige Pflegeheim „Grønningen“ in Tingleff. Im Dezember waren dort 24 Personen untergebracht.

Da politisch ein Teilabriss des Pflegeheims beschlossen ist, fällt die Einrichtung als Unterkunft weg. Für die Bewohnerinnen und Bewohner, die dort zurzeit übergangsweise leben, soll im ersten Quartal dieses Jahres eine permanente Wohnung zur Verfügung gestellt werden.

Der Teilabriss des alten Tingleffer Pflegeheims Grønningen steht bevor. Das Gebäude kann nicht mehr als Übergangsdomizil für Geflüchtete aus der Ukraine genutzt werden (Archivfoto).

Als Ersatz für das Tingleffer Pflegeheim als Übergangsdomizil ist in Apenrade eine Alternative in Betracht gezogen worden. Nach der nächsten Ausschusssitzung, wenn die letzten Details geklärt sind, könne der Standort vermutlich bekannt gegeben werden, so Knudsen.