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Fast sechs von zehn Menschen aus der Ukraine in Dänemark erwerbstätig

Fast sechs von zehn Menschen aus der Ukraine erwerbstätig

Fast sechs von zehn Menschen aus der Ukraine erwerbstätig

Ritzau/ket
Kopenhagen
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Beschäftigungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Sozialdemokratie) ist beeindruckt von der Beschäftigungsquote der Ukrainerinnen und Ukrainer in Dänemark. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

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Viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg geflüchtet sind, haben Arbeit gefunden. Sie sind hauptsächlich in der Reinigungsbranche, in der Landwirtschaft und im Hotel- und Gaststättengewerbe angestellt.

Fast sechs von zehn arbeitsfähigen Ukrainerinnen und Ukrainern sind erwerbstätig. Das geht aus den neuesten Zahlen des dänischen Beschäftigungsministeriums hervor. Die Zahlen vom Januar beeindrucken Beschäftigungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Sozialdemokratie). „Ich denke, das sind großartige Zahlen. Sie zeigen, dass viele Menschen – trotz schwieriger Umstände – arbeiten und ihren Lebensunterhalt in Dänemark bestreiten wollen“, sagt sie anerkennend.

Freie Stellen auf dem Arbeitsmarkt

Die Zahlen zeigen, dass 7.055 Ukrainerinnen und Ukrainer eine Arbeit gefunden haben. Das entspricht 56 Prozent der nach Dänemark gekommenen Geflüchteten, die im arbeitsfähigen Alter sind und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die meisten dieser Menschen sind in der Reinigungsbranche, im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Ukrainerinnen und Ukrainer profitieren davon, dass dringend Personal auf dem dänischen Arbeitsmarkt gesucht wird.

Es ist fast ein Jahr her, dass russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind und Millionen von Menschen in die Flucht getrieben haben. Seitdem haben etwa 30.000 Ukrainerinnen und Ukrainer den Weg nach Dänemark gefunden, wo ein Sondergesetz ihnen erlaubt, vorübergehend zu leben und zu arbeiten. Die Beschäftigungsquote unter den Geflüchteten aus der Ukraine ist nach Angaben der Ministerin „höher als bei den üblichen Flüchtlingsgruppen“.

Sprachkenntnisse bieten neue Möglichkeiten

Die Arbeitsministerin würde es gerne sehen, wenn die Geflüchteten auch in anderen Sektoren Fuß fassen.

„Wir müssen uns mit der Sprachbarriere befassen. Wir arbeiten an Initiativen, die genutzt werden können, darunter Kurse, in denen Ukrainerinnen und Ukrainer eine dänische Sprachausbildung erhalten.“ Dies könne dazu beitragen, dass noch mehr freie Arbeitsplätze besetzt werden.

Das Sondergesetz ist für zwei Jahre gültig und läuft im März 2024 aus, es besteht die Möglichkeit einer einjährigen Verlängerung.

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