Gesundheitswesen

Tour-Sperrung und Pflegedienst: Das ist passend gemacht

Tour-Sperrung und Pflegedienst: Das ist passend gemacht

Tour-Sperrung und Pflegedienst: Das ist passend gemacht

Apenrade/Aabenraa
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Die kommunale häusliche Pflege kommt auch mit dem Auto zu den Bürgerinnen und Bürgern. Foto: Karin Riggelsen

Viele Straßen werden bei der Radrennveranstaltung abgeriegelt. Das Überqueren ist zu manchen Zeitpunkten nicht möglich. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der häuslichen Pflege ist das eine Herausforderung, denn jede Bürgerin und jeder Bürger soll die Hilfe bekommen, die sie oder er benötigt. Das Pflegeteam hat sich deshalb vorbereitet.

Täglich kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen häuslichen Pflege nach Hause zu den Menschen, die Hilfe brauchen. Zu manchen kommen sie einmal täglich, zu anderen zwei oder sogar dreimal. Was wäre, wenn diese Hilfe mal ausbleibt. „Das wäre für viele unserer Bürger ein Problem“, sagt Birgit Møller Johannsen, die Leiterin der kommunalen häuslichen Pflege.

Herausforderung Tour de France

Am 3. Juli gibt es für die Pflegerinnen und Pfleger jedoch eine große Herausforderung, denn an diesem Tag fährt der Tross der Tour de France durch die Kommune. Die Strecke, die unter anderem mitten durch Apenrade führt, wird an diesem Tag von 12 bis 18 Uhr gesperrt. Zumindest mit dem Auto ist ein Überqueren dann nicht möglich, und auch mit dem Rad ist es nicht einfach, über die Absperrungen zu gelangen.

Und unsere Kollegen erklären ihren Patienten auch, warum es an dem Tag sein kann, dass sie früher oder später zu ihnen kommen.

Birgit Møller Johannsen, Leiterin der häuslichen Pflege

Einige Änderungen – aber die Hilfe kommt

Doch: „Wir sind vorbereitet“, beruhigt Møller Johannsen. So sind die Bürgerinnen und Bürger schon schriftlich über mögliche Verspätungen des Pflegepersonals informiert worden. „Und unsere Kollegen erklären den Bürgern auch, warum es an dem Tag sein kann, dass sie früher oder später zu ihnen kommen“, fügt sie hinzu. Doch die Hilfe komme auf jeden Fall an – auch an diesem Tag, sagt sie ausdrücklich, denn „es ist unsere wichtigste Aufgabe, den Bürgern die notwendigen Angebote zukommen zu lassen.“

Deshalb hat sich Birgit Møller Johannsen mehrfach mit weiteren Tour-Beteiligten der Kommune Apenrade getroffen, um das zu sichern.

Kreative Lösungen gefunden

Møller Johannsen und ihr Team haben an der Tagesplanung für den 3. Juli kreativ geschraubt, denn damit unter den gegebenen Tour-Umständen alle Bürger versorgt werden können, gab es einiges zu bedenken. „Wir können die Strecke ja nicht einfach überqueren. Deshalb haben wir unseren Besuch entweder auf einen früheren oder einen späteren Zeitpunkt verlegt – je nachdem. Dafür mussten wir die Dienstpläne ändern, was flexible Mitarbeiter verlangt. Aber die haben wir“, berichtet die Pflegeleiterin stolz.

Individueller Personaleinsatz

Außerdem sind die Kolleginnen und Kollegen so eingesetzt worden, dass sie nach Möglichkeit auf der Seite der Tour-Route eingesetzt werden, auf der sie wohnen. Zudem sind verkehrstechnische Gegebenheiten in die Tagesplanung eingeflossen. „Wir nutzen beispielsweise Straßenunterführungen, um auf die andere Seite der Strecke zu kommen“, berichtet Birgit Møller Johannsen, die betont, dass es ihr und ihrem Team „am wichtigsten ist, die Bürger versorgt zu wissen, auch wenn das mit etwas Aufwand verbunden ist“, wie sie abschließend sagt.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“