Eishockey

Stockfisch lobt nach Derbysieg den Charakter seiner Spieler

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Der 19-jährige Mathias Kløve Mogensen glänzte mit einem Tor und zwei Torvorlagen.

Im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt. Nach fünf Derbyniederlagen in Folge haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE den Erzrivalen Esbjerg Energy mit 5:2 geschlagen. Der Trainer freute sich vor allem über das Verhalten seiner Mannen in der Schlussphase.

Derbysiege gegen Esbjerg tun immer gut. Dieser noch mehr. Nach einer Saison mit mehr Tiefen als Höhen haben die Eishockeyspieler von SønderjyskE kurz vor Playoff-Beginn endlich einmal den Lokalrivalen in die Knie gezwungen.

Im Laufe der Saison hatte es viele enge Spiele gegeben, doch alle fünf fielen zugunsten von Esbjerg Energy aus, drei davon nach Verlängerung, doch im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt.

Der dänische Meister setzte sich vor ausverkauftem Haus in Esbjerg in überzeugender Manier mit 5:2 durch.

„Wir sind wirklich zur Sache gegangen, haben beinhart gearbeitet und vor allem smarter gearbeitet als in anderen Spielen. Wir sind keine unnötigen Risiken eingegangen“, sagt SønderjyskE-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Mathias Borring Hansen, hier mit dem Treffer zum 0:2, war an drei Toren beteiligt.

Der dänische Meister hat in der laufenden Saison häufig einen Vorsprung im Schlussdrittel verspielt, doch diesmal spielte er abgeklärter, als der Gegner in der 46. Minute mit einem Dusel-Treffer in Überzahl verkürzen konnte.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir in dieser Saison im Schlussdrittel Probleme hatten, nicht zuletzt, wenn der Gegner früh den Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Antwort, die die Mannschaft heute gegeben hat, freut mich sehr und ist vielleicht der größte Indikator dafür, dass der Charakter der Spieler stimmt. Wir sind nicht eingebrochen und haben weiter Eishockey gespielt“, meint der Trainer.

Torwart Mattias Pettersson hielt im Kasten ein hohes Niveau, doch ein Sonderlob hatte er an die Sturmreihe mit Mathias Borring Hansen, Mathias Kløve Mogensen und Cameron Brown.

Der Gästeblock war proppenvoll.

„Borring, Brown und Kløve haben einen außergewöhnlich starken Einsatz hingelegt“, so Casper Stockfisch, der sich auch darüber freute, dass die jungen Verteidiger Oliver Nielsen und Jonas Schulz gegen einen körperlich starken Gegner dagegenhielten.

Für SønderjyskE war es der zweite Sieg in Folge, dennoch ist das drohende Abrutschen auf Rang acht und ein Viertelfinal-Duell gegen Tabellenführer Herning noch nicht vom Tisch. Im Kampf um die Plätze fünf bis acht ist noch alles offen.

Herning führt mit 97 Punkten die Tabelle souverän an, dahinter folgen Odense (84), Rungsted (77), Aalborg (74), Esbjerg (67), SønderjyskE (66), Frederikshavn (62), Herlev (62) und Rødovre (20).

William Boysen und Gabriel Desjardins setzten sich in Esbjerg durch.

SønderjyskE und Aalborg haben noch zwei Spiele zu absolvieren, die Konkurrenz noch drei.

Der dänische Meister spielt am Mittwoch auswärts gegen Schlusslicht Rødovre und am Sonntag zu Hause gegen den Tabellenzweiten Odense.

Esbjerg Energy - SønderjyskE (0:2,1:1,1:2) 2:5

0:1 Mathias Kløve Mogensen (15:18/Ass.: Mathias Borring Hansen, William Pelletier), 0:2 Mathias Borring Hansen (17:53/Ass.: Mathias Kløve Mogensen, Jacob Panetta), 1:2 Hampus Olsson (20:34), 1:3 Jacob Panetta (24:02/Ass.: Oscar Schulze, Nikolaj Krag-Christensen), 2:3 Victor Sand (46:17/5 gegen 4), 2:4 Cameron Brown (49:41/Ass.: Mathias Kløve Mogensen, Mathias Borring Hansen), 2:5 Nikolaj Krag-Christensen (55:55/Ass.: Rasmus Lyø).

Zeitstrafen: Esbjerg 3x2 – SE 3x2 Minuten. Schiedsrichter: Thomas Buchardt Andersen/Martin Theiltoft Christensen. Zuschauerinnen und Zuschauer: 4.191 (ausverkauft).