Eishockey

Politischer Rückenwind für Sønderjyske Ishockey

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Sønderjyske Ishockey zahlt aktuell eine jährliche Arenamiete in Höhe von 2,35 Millionen Kronen.

Die Anfrage des finanziell klammen Eishockeymeisters bei der Kommune Hadersleben ist nicht auf Ablehnung gestoßen. SP-Stadtratsmitglied Carsten Leth Schmidt will aber nicht blind Geld in Sønderjyske Ishockey stecken, wenn der Klub dennoch pleitegeht.

Der erste Schritt in eine wirtschaftlich bessere Zukunft scheint für den dänischen Eishockeymeister gemacht. Der Finanzausschuss der Kommune Hadersleben hat am Dienstagnachmittag grünes Licht dafür gegeben, dass Kommunaldirektor Peter Karm Realitätsverhandlungen mit Sønderjyske Ishockey über eine Mietsenkung und/oder eine größere finanzielle Unterstützung einleitet.

„Es gibt ganz bestimmt ein politisches Wohlwollen, verstärkt zu unterstützen, aber nicht ins Unendliche“, sagt Carsten Leth Schmidt, Stadtratsmitglied der Schleswigschen Partei (SP), nach der Finanzausschusssitzung am Dienstagnachmittag zum „Nordschleswiger“.

Teuerste Arenamiete im dänischen Eishockey

Sønderjyske Ishockey hatte in einem Brief an Bürgermeister Mads Skau, über den „Der Nordschleswiger“ bereits Ende Januar berichtet hat, um eine Mietsenkung gebeten.

Der amtierende dänische Eishockeymeister führte an, dass man mit der Arenamiete von jährlich 2,35 Millionen Kronen weit über den Zahlen der Konkurrenz liegt. Die Aalborg Pirates zahlen nach Angaben von Sønderjyske Ishockey jährlich mehr als eine Million Kronen weniger für die Miete einer 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauern fassenden Arena.

Sønderjyske Ishockey hatte um eine Mietsenkung in Höhe von 800.000 bis 1.000.000 Kronen gebeten, aber auch eine Anhebung der kommunalen Unterstützung vorgeschlagen. Aktuell fließen jährlich 300.000 Kronen von der Kommune in die Kasse von Sønderjyske Ishockey.

Mietsenkung auch für die Fußballer?

„Es ist wichtig für Hadersleben, dass wir die Einrichtungen, die wir haben, auch mit Leben füllen, wir müssen aber auch die richtige Balance zwischen Breite und Elite finden. Wir können es uns bei der Kommune nicht leisten, unendlich einen Mietzuschuss zu geben, und müssen überzeugt werden, dass wir nicht in einer Situation landen, wo wir einen Zuschuss geben und der Verein dennoch pleitegeht“, so Carsten Leth Schmidt.

Sønderjyske Ishockey wird einige Fragen beantworten müssen, bevor es zu einem Zuschuss kommt. Alles deutet aber darauf hin, dass es eine aus Sicht von Sønderjyske Ishockey verbesserte Absprache geben wird.

Dies wirft jedoch die nächste Frage auf. Wird die Miete auch für die Fußballer im Sydbank Park günstiger?

Nach eigenen Angaben zahlt Sønderjyske Fodbold die dritthöchste Stadionmiete der Superliga, hat aber nicht das drittbeste Stadion der Superliga.

„Wir haben im Finanzausschuss darüber diskutiert, wie es im Fußball aussieht. Es wird wohl auch hier einen Fall geben, den wir behandeln müssen“, sagt Carsten Leth Schmidt.