Handball

Die frustrierende Wartezeit des SønderjyskE-Sportchefs

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Peter Nielsen hat über die vergangenen fünf Jahre aus einem Zweitligisten eine Endrunden-Mannschaft geformt.

Die Hände sind Peter Nielsen gebunden, während hinter den Kulissen am finanziellen Fundament für die sportliche Zukunft auf eigenen Beinen gearbeitet wird.

Noch gibt es kein offizielles Statement, dass es für die Handballerinnen und Eishockeyspieler keine gemeinsame Zukunft mehr unter Sønderjysk Elitesport geben wird, doch die vom „Nordschleswiger“ bereits Ende Januar angekündigte Trennung ist beschlossene Sache.

In beiden Lagern wird in diesen Tagen hinter den Kulissen intensiv an einem finanziellen Fundament für die Zukunft auf eigenen Beinen gearbeitet. In beiden Lagern ist die Zuversicht trotz angespannter wirtschaftlicher Lage ungebrochen, aber nach dem Alleingang des Eishockeys ist die Unsicherheit bei den Handballerinnen weiter groß.

Eine Periode voller Frust

„Es ist eine Periode voller Frust. Es besteht die Gefahr, dass das, was wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, in gewissem Umfang zerbröckeln kann, aber wir haben den Glauben und auch die Hoffnung, dass wir in Apenrade gemeinsam das nötige Fundament aufbauen können“, sagt Peter Nielsen, Trainer und Sportchef von Sønderjyske Kvindehåndbold, zum „Nordschleswiger“.

Der 39-Jährige hat über die vergangenen fünf Jahre großen Anteil am Aufschwung der SønderjyskE-Handballerinnen. Aus einem Zweitligisten wurde eine Endrunden-Mannschaft, doch die Kaderplanungen für die kommende Saison sind empfindlich gestört worden.

Die erfolgreichste Torjägerin von SønderjyskE, Melissa Petrén, wird nach Saisonende nach Schweden zurückkehren.

„Verträge genießen im Moment nicht erste Priorität. Wir warten ab, was passiert und wie es mit der Unterstützung für dieses Projekt aussieht. Normalerweise bin ich zu dieser Jahreszeit mit den Kaderplanungen für die kommende Saison fertig. Die Wartezeit tut weh, und ich merke den Spielerinnen auch an, dass sie sich in einer Warteposition befinden. Das ist frustrierend“, so Peter Nielsen.

Unsichere Zukunftsaussichten

Zwei absolute Leistungsträgerinnen haben bereits angekündigt, dass sie zum Saisonende SønderjyskE verlassen werden. Die Abgänge von Torjägerin Melissa Petrén, die nach Schweden zurückkehrt, und Torhüterin Stine Broløs, die als Neuzugang bei Viborg HK gehandelt wird, haben auch andere Gründe, aber die unsicheren Zukunftsaussichten spielen mit Sicherheit auch eine Rolle.

„Wir stehen als Tabellensiebte besser da als im Vorjahr, aber wir haben das Problem, dass wir den Spielerinnen nicht zeigen können, in welche Richtung wir gehen werden“, meint der Trainer und Sportchef.

Stine Broløs wird mit Viborg HK in Verbindung gebracht.

Neben Melissa Petrén und Stine Broløs laufen zum Saisonende auch die Verträge von Nicoline Olsen, Filippa Nyman, Nora Persson, Sara Ibranovic und Ida Lagerbon aus.

Es zeichnet sich ab, dass Sønderjyske Kvindehåndbold auch in Zukunft eine konkurrenzfähige Mannschaft in der Liga an den Start schicken kann, aber die kommenden Tage und Wochen werden entscheiden, ob man weiter die obere Tabellenhälfte angreifen kann oder einen Gang zurückschalten muss.