Wiedereröffnung

Der Corona-Pass ist das Ticket für die Freiheit

Der Corona-Pass ist das Ticket für die Freiheit

Der Corona-Pass ist das Ticket für die Freiheit

Kopenhagen
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Der Corona-Pass soll eine entscheidende Rolle bei der Wiedereröffnung Dänemarks spielen. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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Im Rahmen der angekündigten Wiedereröffnung Dänemarks spielt der Corona-Pass eine wichtige Rolle. Dank ihm soll es Zugang zu Restaurants, Museen und Bibliotheken geben. Der Corona-Pass soll wieder abgeschafft werden, wenn alle, die es möchten, geimpft worden sind.

Die am Montagabend von Staatsministerin Mette Frederiksen angekündigte Wiedereröffnung Dänemarks setzt im großen Stil auf den Einsatz eines Corona-Passes.

Die Regierung hat sich gemeinsam mit Venstre, der Dänischen Volkspartei, der Sozialistischen Volkspartei, den Radikalen, den Konservativen, der Liberalen Allianz und der Alternative darauf geeinigt, dass ein Corona-Pass zur Epidemiekontrolle beiträgt und somit die Grundlage dafür schafft, dass weite Teile des Wirtschafts- und Kulturlebens früher wiedereröffnen können als es ohne einen solchen Pass der Fall wäre.

Anwendungsbereiche

Der Corona-Pass soll ab April den Zugang zu Restaurants und Cafés im Freien, Museen, Kunstgalerien und Bibliotheken ermöglichen. Ab Mai soll er dann Zugangsschlüssel zu weiteren Bereichen sein.

Corona-Pass soll drei Parameter zeigen

Der Corona-Pass soll nachweisen, dass eine Person entweder fertig geimpft ist, mit dem Coronavirus infiziert gewesen ist oder innerhalb der vergangenen 72 Stunden negativ getestet wurde (anhand eines PCR- oder eines Antigen-Schnelltests).

Für Kinder unter 15 Jahren soll der Pass keine Anwendung finden.

Die genaue praktische Implementierung des Corona-Passes soll von den Partnern in den verschiedenen Bereichen erörtert werden.

App „MinSundhed“ zunächst als Übergangslösung

Ab Ende März soll die App „MinSundhed“ als einfacher Corona-Pass funktionieren. Für Ende Mai wird dann eine weiterentwickelte und benutzerfreundlichere App erwartet. Diese soll gemeinsame europäische Standards berücksichtigen.

Rücksichtnahme auf Bürger ohne digitale Nutzung

In ihrer Vereinbarung hebt die Regierung zusammen mit den übrigen Parteien, die die Vereinbarung unterstützen, hervor, dass fertig geimpfte Bürger, die keine digitalen Lösungen nutzen, einen einfachen und unbürokratischen Zugang zu dem erforderlichen Nachweis über ihre Impfung bekommen sollen.

Es wird vorgeschlagen, dass ihnen der Impfpass nach Abschluss ihres Impfverlaufs als Papierausgabe per Briefpost zugestellt wird.

Evaluierung im August

Bereits im Mai und im Juni will die Regierung gemeinsam mit den übrigen Parteien, die die Vereinbarung unterstützen, die Anwendung des Corona-Passes evaluieren.

Im August soll dann die weitere Zukunft des Corona-Passes erörtert werden, da zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet wird, dass alle Bürgerinnen und Bürger, die dies wünschen, fertig geimpft sind. Geplant ist bereits jetzt, seine Anwendungsdauer zeitlich zu beschränken, ausgenommen davon sollen dann jedoch weiterhin Tourismus und Reiseaktivitäten sein.

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