Ab Dienstag

Handy am Steuer wird noch teurer

Handy am Steuer wird noch teurer

Handy am Steuer wird noch teurer

ritzau/gn
Kopenhagen/København
Zuletzt aktualisiert um:
Handy am Steuer – das wird in Zukunft noch teurer. Foto: Melissa Mjoen, Unsplash

22.500 Autofahrer mussten 2018 ein Bußgeld bezahlen, weil sie während des Autofahrens telefoniert haben. Bisher hat das Handy am Steuer 1.500 Kronen gekostet – jetzt muss noch tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Bist du auch einer von denen, die beim Autofahren das Handy bedienen und Textnachrichten beantworten? Laut einer Kantar-Gallup-Studie für den dänischen Verkehrssicherheitsrat, Rådet for større Færdselssikkerhed, geben 34 Prozent an, manchmal ihr Handy während des Fahrens zu nutzen.

Im vorigen Jahr haben 22.500 Autofahrer dafür je ein Bußgeld in Höhe von 1.500 Kronen erhalten. Ab Dienstag, 10. September, wird es 500 Kronen teurer – und, was viele noch härter trifft: Es gibt auch einen „Klip" (mit dem deutschen Punktesystem des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg zu vergleichen).

„Das gute beim „Klip" ist, dass die Strafe nicht nur rückwirkend ist, sondern auch vorbeugende Wirkung hat", sagt Pernille Ehlers vom Verkehrssicherheitsrat. „Du weißt, dass beim dritten `Klip´ der Führerschein in Gefahr ist. Die Erfahrung zeigt, dass Autofahrer sich dann zweimal überlegen, bevor sie einen weiteren ´Klip´riskieren."

Das Gesetz umfasst nicht nur die Nutzung von Handys, sondern auch von GPS-Geräten, Tablets, Computern und Smartwatches, die in der Hand gehalten werden. Solche Geräte dürfen in Zukunft nur über den Bordcomputer des Autos genutzt werden – oder wenn sie fest montiert sind. Elektronische Geräte und Telefone dürfen auch nicht gehandhabt werden, wenn sie ausgeschaltet oder offline sind.

Die Autofahrer-Organisation FDM ist mit der Verschärfung des Gesetzes sehr zufrieden: „Fehlende Aufmerksamkeit ist ein großes Problem für die Verkehrssicherheit. Wir gehen davon aus und hoffen, dass Autofahrer weniger zum Telefon und zu anderer Elektronik greifen werden", sagt Dennis Lange, juristischer Berater bei FDM.

Mehr lesen