EU-Bürger in Dänemark

Führerschein-Tausch ist nicht mehr nötig

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Deutsche, die nach Dänemark ziehen, brauchen in den meisten Fällen keinen dänischen Führerschein mehr beantragen. Foto: Kim Haugaard/Ritzau Scanpix

Verkehrsbehörde ändert wegen zu hohem administrativen Aufwand die Regeln für Zuzügler aus der EU.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die dänische Verwaltung eine Änderung vorgenommen, die bislang so manch Zugezogenem das Leben erschwert hatte: Das Umtauschen eines deutschen Führerscheins in eine dänische Fahrerlaubnis ist Geschichte.

Seit Sommer 2018 muss das Dokument nicht mehr eingetauscht werden. In der EU oder im europäische Wirtschaftsraum ausgestellte Führerscheine gelten nun auch in Dänemark, sofern das offizielle Dokument für Pkw und Motorräder noch mindestens 15 Jahre gültig ist. Fahrerlaubnisse für Lkw und Bus müssen noch mindestens fünf Jahre lang Gültigkeit aufweisen.

„Die Aufhebung der bisher notwendigen Umtauschpflicht ist erfolgt, um die administrative Arbeit der Transportbehörde zu erleichtern“, so der Pressechef der Verkehrsbehörde, Kim Voigt Østrøm. „Bürger aus entsprechenden Ländern müssen ihre Führerscheine also nicht länger gegen einen dänischen eintauschen. Sie können es aber tun, wenn der Wunsch besteht.“

„Spannend, dass es nicht auf EU-Ebene geschieht, sondern dass es dänische Regeln sind“, so Peter Hansen vom Regionskontor in Pattburg. In den Beratungen seiner Organisation wird das Thema Führerschein-Tausch als zeit- und kostenaufwändige Angelegenheit für Zuzügler in Zukunft jedenfalls weitaus weniger Platz einnehmen.

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