Bildung

Die Designnachschule will mit einer Berufsschule ein weiteres Standbein aufbauen

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Bei ihrem offiziellen Besuch in der Kommune Tondern im August 2022 informierte sich Königin Margrethe auch in der Designnachschule (Archivfoto).

Für junge Menschen, die sich eine berufliche Zukunft im Bereich von Design und Technologie vorstellen können, tun sich neue Möglichkeiten auf. In Hoyer soll ab August ein landesweit neues Bildungsangebot anlaufen.

„Für uns geht es darum, eine Schule zu schaffen, die die Jugendlichen dazu inspiriert, ihr Potenzial im Bereich von Technologie und Design zu erforschen. Wir möchten sie in ihrem bevorzugten Handwerksbereich weiterbilden“, sagt die Leiterin der Designnachschule in Hoyer, Kirsten Boyschau Hansen.

Die Designnachschule im Marschenort will ihr Angebot mit einer Berufsschule kombinieren. Die einjährige Ausbildung an „Højer Tech & Design Fri Fagskole" richtet sich an Jugendliche, die die 9. Klasse absolviert haben, oder an junge Menschen, die älter als 16 Jahre sind. Sie könnten zum Beispiel auch 25 Jahre alt sein, erläutert Kirsten Boyschau Hansen, die auch Chefin der neuen Schule wird.

Ein bisher einzigartiges Angebot

Die neue Bildungsstätte sei die erste ihrer Art in Dänemark, die den spezialisierten Fokus auf Technologie und Design richtet.

„Berufsorientierte Ausbildungen sind gefragt, und wir möchten den Jugendlichen Werkzeuge geben, um ihre Passion zu verfolgen und für den Arbeitsmarkt der Zukunft gerüstet zu werden“, erklärt Kirsten Boyschau Hansen.

Sie könnten sich somit praxisorientiert in die Fachbereiche vertiefen und sich auf eine Lehre oder weiterführende Schule vorbereiten.

Das Ministerium muss grünes Licht geben

Kirsten Boyschau Hansen steht seit der Gründung 2007 an der Spitze der Designnachschule und soll auch die neue Einrichtung leiten.

Laut Plan ist der Start für das neue berufsorientierte Angebot zur Weiterbildung der kreativen und praktischen Fertigkeiten ab August vorgesehen.

„Wir bemühen uns derzeit beim Kinder- und Unterrichtsministerium um die Genehmigung und hoffen, dass wir sie bald bekommen“, erläutert die Leiterin.

Um loszulegen, erfordert es auf Jahresbasis 24 Schülerinnen und Schüler. An der Internatsschule, die das 9. und 10. Schuljahr anbietet, haben gegenwärtig 80 junge Menschen ihren Schulalltag.

Die Stätte öffnete 2007 in den Gebäuden der alten Teppichfabrik und ist seither um Räumlichkeiten erweitert worden. Die räumliche Kapazität reicht auch für den zu erwartenden Neuzugang, und der Personalstab müsse nicht erweitert werden.

Technologie ist bereits auf dem Stundenplan

„Was Technologieverständnis angeht, haben wir im Verhältnis zu den Volksschulen einen Vorsprung, da wir damit bereits arbeiten“, erläutert die Leiterin

Das Fach Technologie ist seit drei Jahren in der Unterrichtsstätte auf dem Stundenplan. So können die Jugendlichen in Hoyer zum Beispiel auch das Zertifikat für Drohnen erhalten.

Die Schwerpunkte der Ausbildung

• Technologie und Roboter
• Spieleentwicklung und Apps
• Design und Innovation
• Keramik und Formen
• Im späteren Verlauf werden die Schülerinnen und Schüler auch mit IT-Sicherheit und dem Vorbeugen von Cyberkriminalität arbeiten
• Die Ausbildung dauert ein Jahr.