Handball

WM und EM kommen in den nächsten Jahren wieder nach Herning

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Die Vor- und Hauptrundenspiele mit dänischer Beteiligung fanden im Herninger „Boxen“ vor vollen Rängen statt.

Die Handball-Weltmeisterschaft 2025 hat sich aus Herning verabschiedet, doch die nächsten Endrunden lassen nicht lange auf sich warten. Eine Handvoll Handball-Endrunden kommen in den nächsten sieben Jahren nach Dänemark. Die Veranstalter sind nach einem rauschenden Volksfest voller Stolz.

Nach Vor- und Endrundenspielen der Weltmeisterschaft 2025 in der ausverkauften „Boxen“ in Herning wird die dänische Handball-Nationalmannschaft der Männer in Norwegen um die erfolgreiche Titelverteidigung kämpfen. Doch wer es verpasst hat, muss sich keine Sorgen machen. Heimspiele bei großen Endrunden wird es in den kommenden Jahren reichlich geben.

Gleich fünfmal in den kommenden sieben Jahren werden WM- oder EM-Spiele auf dänischem Boden ausgetragen.

Auch zwei Frauen-Endrunden in Dänemark

Bereits im Januar 2026 werden sich Dänemark, Norwegen und Schweden die Ausrichtung der Europameisterschaft der Männer teilen. Und das wiederholt sich im Dezember 2028 bei der Frauen-EM.

2030 und 2031 sind dann wieder die Männer an der Reihe. Dänemark wird sich bei der Europameisterschaft im Januar 2030 die Ausrichter-Rolle mit Polen und Tschechien teilen, bei der Weltmeisterschaft im Januar 2031 ist Dänemark neben Norwegen und Island Gastgeber.

Und zu guter Letzt wird im Dezember 2032 die Europameisterschaft der Frauen in Dänemark, Polen und Deutschland ausgetragen.

Wer nicht so lange warten kann, muss im Dezember 2025 nicht so weit fahren, wenn die Europameisterschaft der Frauen in Deutschland und den Niederlanden stattfindet. Die deutschen Austragungsorte sind Stuttgart, Trier und Dortmund.

Die La-Ola-Welle schwappte oft durch die Herninger „Boxen“.

Im Januar 2027 ist Deutschland alleiniger Ausrichter der Weltmeisterschaft der Männer. Die Spielstätten sind hier Kiel, Hannover, Magdeburg, Köln, Stuttgart und München.

Handball ist nicht nur Sport

„Dansk Håndbold“, der dänische Handball-Verband, hat sich in der Vergangenheit intensiv um die Austragung von Welt- und Europameisterschaften bemüht und wird dies auch künftig tun. Der Erfolg gibt dem Verband recht.

Trotz hoher Eintrittspreise waren die Ränge bei den Spielen der dänischen Mannschaft mit knapp 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauern stets voll.

„Die vollen Tribünen, die fantastische Atmosphäre und die großartige Unterstützung aus dem ganzen Land zeigen, was Handball für Dänemark bedeutet. Es ist nicht nur Sport – es ist Kultur und Gemeinschaft, die in den Vereinen beginnen und bis in die Endrunden getragen werden“, sagt Jan Kampman, Vorsitzender von „Dansk Håndbold“.

„Die WM war für Dänemark als Gastgeberland ein perfektes Schaufenster. Diese Meisterschaft zeigt, wie wir auf mehreren Ebenen Werte schaffen – sportlich, wirtschaftlich und für unseren internationalen Ruf. Aber was am meisten auffällt, ist die Begeisterung, die Gemeinschaft und das Volksfest, das wir hier in Herning erlebt haben. Von den voll besetzten Rängen bis zu den engagierten Freiwilligen, die das alles möglich gemacht haben, haben wir wieder einmal bewiesen, dass Dänemark zu den führenden Ländern gehört, wenn es darum geht, unvergessliche, professionelle und verantwortungsvolle Sportveranstaltungen auszutragen“, sagt Lars Lundov, Direktor von „Sport Event Denmark“ voller Stolz.

Die dänischen Handballer konnten sich über massive Rückendeckung freuen.

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Die Handball-Weltmeisterschaft 2025 war nicht nur ein sportliches Fest, sondern auch ein Ereignis, bei dem der grüne Wandel im Mittelpunkt stand. Von wiederverwertbaren Materialien im Fanbereich bis zu klimafreundlichen Buffets hat die Veranstaltung Maßstäbe gesetzt, wie Sport und Verantwortung Hand in Hand gehen können.

„Es ist sehr positiv, dass wir den Fokus auf Nachhaltigkeit und Wiederverwertung gelegt haben. Herning hat einmal mehr gezeigt, dass wir über umfangreiche Erfahrung in der Ausrichtung großer Sportveranstaltungen verfügen und in der Region Akzente setzen können. Nun machen wir eine Verschnaufpause, um dann im Mai wieder bereit zu sein, wenn wir die Weltmeisterschaft im Eishockey ausrichten“, sagt Dorte West, Bürgermeisterin von Herning (V).