Natur und Umwelt

Storchjungen in Bülderup-Bau sind Halbwaisen

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In der Storchen-Gemeinde wird der Tod des Bülderup-Bauer Storches Kaj bedauert. Das Foto zeigt ein anderes Nest im nahegelegenen Haustedt.

Das Männchen der Storchenfamilie in Bülderup-Bau ist allem Anschein nach einem Windrad zum Opfer gefallen. Die vier Jungstörche im Nest sind zum Glück bereits groß, und es deutet vieles darauf hin, dass das Weibchen den Nachwuchs auch ohne Partner durchbringen wird.

Regelmäßig trudeln auf digitalen Plattformen positive Meldungen über das diesjährige gute Gedeihen des Storchnachwuchses in den nordschleswigschen Nestern ein. Nun erreichte die Fangemeinde jedoch auch eine schlechte Nachricht.

Das Männchen der Storchenfamilie in Bülderup-Bau ist offensichtlich bei einem Zusammenprall mit einem Windrad in unmittelbarer Nähe getötet worden. Der Storch namens Kaj wurde tot am Boden einer Windkraftanlage gefunden, so die Meldung. Seit Anfang Juli wurde das Männchen vermisst.

Gute Chancen für den Rest der Familie

Mit Unterstützung fütternder Storchenfreundinnen und -freunde scheint die Mutter sich auch ohne Partner erfolgreich um den Nachwuchs kümmern zu können. Begünstigt werden ihre Bemühungen dadurch, dass die vier Jungen fast ausgewachsen sind und bereits an den ersten Flugversuchen arbeiten.

In den sozialen Medien hat der Tod des Männchens unterdessen die Diskussion um Windräder und deren Gefährdung für die Vogelwelt neu entfacht.