Energieversorgung

Schlechtes Wetter beeinträchtigt den Bau der neuen Stromtrasse

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100 dieser 36 Meter hohen Strommasten werden in der Kommune Tondern errichtet.

Große Niederschlagsmengen stellen den dänischen Energiebetreiber Energinet beim Bau der Stromtrasse bis zur deutsch-dänischen Grenze vor Herausforderungen. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2026 vorgesehen.

Der dänische Energiebetreiber Energinet musste den Termin für die Fertigstellung der Stromtrasse, die von Idomlund bei Holstebro bis zur deutsch-dänischen Grenze bei Seth (Sæd) führt, schon mehrfach ändern. Für den letzten Teilabschnitt von Endrup östlich von Esbjerg bis zur Grenze ist die Inbetriebnahme für Mitte 2026 ins Auge gefasst worden.

Die 170 Kilometer lange Stromtrasse entlang der Westküste soll von Wind- und Sonnenkraft erzeugte grüne Energie bis zum Umspannwerk in Klixbüll (Klægsbøl) bei Niebüll (Nibøl) transportieren.

Die laufenden Arbeiten auf dem südlichsten Streckenabschnitt werden wie die in den nördlicheren Etappen von großen Niederschlagsmengen beeinträchtigt, was auch den Zeitplan durcheinanderwirbelt.

Der Zeitplan für die Inbetriebnahme

• Endrup-Stovstrup: 2. Quartal 2025
• Stovstrup-Idomlund: 3. Quartal 2026
• Endrup-Grenze: 2. Quartal 2026

Alle Fundamente von Idomlund bis Præstbjerg sind bis auf einige Ausnahmen fertig. Einige Teilstrecken seien aufgrund des vielen Regen übersprungen worden, heißt es in einer Pressemitteilung von Energinet. Der Grund: Die Fahrplatten, auf denen die schweren Maschinen auf dem vom Regen aufgeweichten Boden fahren, werden erst auf anderen Streckenabschnitten benötigt. Daher werde es lange dauern, bis Energinet dort weiterarbeiten wird.

Boden zu matschig

Die Strecke von Endrup bis zur Grenze ist die letzte Etappe der 170 Kilometer langen Stromtrasse.

Eine größere Herausforderung als erwartet sind die Arbeiten an der Varde Å gewesen. Auch in diesem Fall sind die großen Niederschlagsmengen der Grund.

Beim Verlegen der Erdkabel auf der Höhe Røgel Hede (Söllstedt) in der Kommune Tondern sind Unterbohrungen unter Straßen und Wasserläufen vorgenommen worden. Hier wird mit Rücksicht auf die Natur auf Freileitungen verzichtet. Das Vergraben der Kabel steht ab April auf dem Plan.

Erdkabel sind in der Kommune Tondern nur auf einer Strecke von fünf Kilometern vorgesehen. Sonst werden 100 Strommasten, die 36 Meter hoch sind, errichtet.

Auf der Luftleitungsstrecke Røgel Hede bis nach Rohrkarr (Rørkær) sind 17 von 40 Fundamenten für die Strommasten fertig. Von Mai bis September 2025 sollen die letzten folgen. Von Juli bis Dezember sollen die Stromleitungen gezogen werden.

Mit Fahrplatten wird die Baustelle gesichert.

Problematisch sieht es aufgrund der Regenmassen auch auf der Strecke Rohrkarr bis zur Grenze aus. Bei Rohrkarr wird der Strom unterirdisch transportiert. Dort mussten bei den Erdarbeiten besondere Maßnahmen in Bezug auf Drainage und Unterbohrung aufgrund des aufgeweichten Bodens ergriffen werden.

Ab Rohrkarr bis nach Seth werden wieder Strommasten errichtet. Der Bau von Fundamenten soll im Mai/Juni in Angriff genommen werden. Das Errichten der Masten und das Ziehen der Leitungen ist für Juli bis September 2025 terminiert.

Bei Rohrkarr wird die Stromtrasse unterirdisch verlaufen (Archivfoto).