Heimpflege

Kritik von Frelles neuem Nordschleswig-Film begeistert

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Jette Søndergaard (l.) spielt erneut die Hauptrolle in Frelle Petersens Film.

„Hjem Kære Hjem“ von Frelle Petersen erhält in mehreren Kritiken die Bestnote. Damit schließen sich Medien landesweit der Beurteilung des „Nordschleswigers“ an.

Der dritte und letzte Teil von Frelle Petersens Heimat-Trilogie über das Leben in Nordschleswig wird mit großem Lob bedacht.

Der Film „Hjem Kære Hjem“ des Regisseurs und Drehbuchautors aus Apenrade (Aabenraa) begeistert die Kritikerinnen und Kritiker mehrerer dänischer Zeitungen.

„Politiken“ vergibt die Höchstwertung mit sechs von sechs Herzen und schreibt, man könne „seinen eigenen Augen kaum trauen“.

„Wie es Frelle Petersen immer wieder gelingt, dass wirklich alle absolut natürlich und völlig unbeeindruckt von Kamera und Filmteam wirken, ist mir ein Rätsel. Es ist unglaublich beeindruckend, bezaubernd und berührend“, schreibt die Kritikerin von „Politiken“.

Auch „Jyllands-Posten“ vergibt mit sechs Sternen die Bestnote. Dasselbe gilt für „Alt for Damerne“, „Kulturen.nu“ und „Filmsiden“.

Film über Altenpflege

Alle Schauspielenden, bis auf die Hauptrolle, sind Amateurinnen und Amateure. Im Film geht es um die 32-jährige Sofie, gespielt von Jette Søndergaard, die geschieden ist und neu anfangen will. Sie beginnt als Altenpflegerin in einer nordschleswigschen Dorfgemeinschaft, wo sie mit ihrer zehnjährigen Tochter Clara lebt.

Als Sofie eine unbegründete Beschwerde von einem Angehörigen einer älteren Person erhält, beginnt eine schwierige Zeit, in der ihre Fürsorge sowohl für die älteren Menschen als auch für ihre Tochter auf die Probe gestellt wird.

„Großes Drama im Kleinen“

„Berlingske“ vergibt fünf von sechs Sternen und schreibt, der Film treffe „mit den kleinsten Gesten der Welt direkt ins Herz“.

„Wenn man ältere Angehörige hat, kommt man unweigerlich ins Grübeln, wie es ihnen wohl wirklich geht, während man den Film sieht. Tatsächlich verspricht man sich wahrscheinlich auch, sie künftig etwas öfter zu besuchen“, schreibt der Kritiker von „Berlingske“.

„Kristeligt Dagblad“ vergibt vier von sechs Sternen und schreibt, dass die „Nähe im Film vollkommen“ sei.

„Dass Petersens Filme so gut funktionieren, liegt an seinem unbedingten Glauben daran, dass selbst im Kleinen ein großes Drama steckt“.

„Petersens Filmsprache ist wortkarg, langsam und vollkommen naturalistisch. Vordergründig könnten seine Filme vielleicht langweilig klingen: ein Landwirtschaftsdrama, ein Trauerdrama und ein Altenpflegedrama auf breitem Sønderjysk. Aber sie sind alles andere als das, denn ihre Nähe ist vollkommen“, schreibt die Kritikerin der Zeitung.

„Geht unter die Haut“

Auch „Nordschleswiger“-Lokalredakteurin Brigitta Lassen ist von „Hjem Kære Hjem“ begeistert.

„Frelle Petersen, sein Filmteam und seine Darstellenden haben einen starken und unter die Haut gehenden Film gedreht, in dem sich der eine oder andere fragen wird, ob man diese Arbeitsbedingungen den Beschäftigten und den auf Hilfe angewiesenen Menschen bieten kann“, schreibt sie.

Auch wenn ursprünglich von einer Trilogie die Rede gewesen ist, schließt der Regisseur nicht aus, noch weitere „synnejyske“ Filme zu drehen.