Restaurierung

Königliches Glockenspiel kehrt als Europas größtes zurück

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Für Carsten Tygesen, stellvertretender Vorsitzender, geht es auf der neuen Treppe nach oben.

Nach elf Monaten Sanierung wird das Glockenspiel im Park von Lügumkloster wieder aufgebaut – größer und klangvoller denn je. Mit 73 Glocken aus Bronze und umfassender Restaurierung entwickelt sich das Wahrzeichen zu Europas größtem Carillon.

„Es wird wirklich schön“, sagt Carsten Tygesen und lässt im Park in Lügumkloster den Blick am Glockenspiel-Gerüst emporwandern. Der stellvertretende Vorsitzende von Kong Frederik IX. Klokkespil zeigt gerne das Ergebnis der „Riesenarbeit“, die verschiedene Fachleute geleistet haben.

Derzeit bekommt die Plattform oben ein neues Dach – ebenso wie zuvor schon einen neuen Fußboden aus Stahl. Auf der Treppe erklärt Tygesen, dass diese komplett erneuert wurde. Die Stufen sind mit Glasfaser belegt. Das Gerüst erhielt eine Schutzschicht und wurde neu gestrichen.

Die Sanierung des Glockenspiels (Carrllons) entpuppte sich trotz Voruntersuchung als umfassender. „Es war weit mehr von Rost angegriffen als erwartet“, erzählt Tygesen.

24 neue Glocken werden noch eingebaut

Der ebenfalls renovierte oberste Teil des Turms verweilt indes noch im Industriegebiet. Dort montieren die Beauftragten nicht nur die bisherigen 49 Bronzeglocken – es kommen auch 24 neue Glocken hinzu, „Made in the Netherlands“.

„Wir haben echt Glück gehabt, dass die Stiftungen das Projekt so sehr gefördert haben“, so Tygesen. Auch wenn die veranschlagten 6,5 Millionen Kronen nicht ganz reichen, hat eine Stiftung signalisiert, die finanzielle Lücke zu schließen. Die Ausgaben belaufen sich auf etwas mehr als 7 Millionen Kronen.

Es wird wirklich schön.

Carsten Tygesen

Der klingende Oberbau kommt zurück

Einige der alten Glocken sind schon montiert. Die neuen, die kleiner sind, kommen noch dazu.

Die verschiedenen Teile des Glockenspiels werden am Montag, 30. Juni, nach elf Monaten wieder vereint. Zu diesem Zweck sind zwei Kräne im Einsatz, wie der Vorsitzende Jens Møller mitteilt. Die Demontage des 25 Meter hohen Wahrzeichens erfolgte Ende Juli 2024, mit dem Abbau des 15 Tonnen schweren und etwa acht Meter hohen Glockenspiels.

„Wir freuen uns sehr, dass das Glockenspiel zurückkehrt“, sagt Møller.

Hoffen auf königlichen Glanz

Am letzten Tag im Juni erhält das Gerüst seine Spitze zurück.

Für die Wiedereinweihung hoffen die Verantwortlichen auf eine Teilnahme aus dem Königshaus. Königin Margrethe II. hatte am 19. August 1973 als junge Regentin die Einweihung des nach ihrem verstorbenen Vater benannten Wahrzeichens vorgenommen. Da sowohl von ihr als auch später von König Frederik eine Absage für den vorgesehenen Termin am 19. August kam, wartet der Vorstand nun mit einer „offenen Einladung“ ab.

Mit dem erweiterten Klangumfang mausert sich das königliche Instrument zu Europas größtem Glockenspiel. „Das ist auch aus touristischer Sicht von Bedeutung“, hebt Tygesen hervor.

Lügumklosters Glockenspiel