Geburtstag

Grenzlandhistoriker Jørn Buch wird 80

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Jørn Buch beim Interview mit dem „Nordschleswiger“ zu seinem 75. Geburtstag (Archivbild)

Der Haderslebener ist ein bekanntes Gesicht in Nordschleswig und bei den Minderheiten im Grenzland. Am Sonnabend feiert Jørn Buch seinen 80. Geburtstag.

Jørn Buch wurde am 1. Februar 1945 geboren. Er wuchs in Wittstedt (Vedsted) bei Hadersleben (Haderslev) auf, bis die Familie an seinem 11. Geburtstag, dem 1. Februar 1956, nach Tondern (Tønder) zog. Nach dem Abitur in Tondern im Jahr 1965 absolvierte Jørn Buch zunächst eine Lehrerausbildung am Haderslebener Staatsseminar, bevor er Geschichte an der Universität Aarhus studierte, wo er 1974 seinen Abschluss machte. Bereits ein Jahr zuvor hatte er als Dozent für Geschichte und Sozialkunde am Haderslebener Staatsseminar begonnen.

Im Jahr 1985 wurde er beim „Dänischen Rundfunk“ („DR“) als Fachmitarbeiter für das dänisch-deutsche Grenzland angestellt. Neben der Arbeit mit den dänischen und deutschen Minderheiten erweiterte er sein Tätigkeitsfeld auf Minderheiten in ganz Europa. 1990 unterrichtete er in einem EU-Projekt über Minderheiten im Grenzgebiet zwischen Ungarn und Kroatien.

Der meistkritisierte Mann Dänemarks

Jørn Buch war über viele Jahre Mitglied des Vorstands der Historischen Gesellschaft für Nordschleswig, wo er unter anderem die Sønderjysk Månedsskrift redigierte. Zudem war er Vorsitzender des Haderslebener Tennisklubs und der Vereinigung „Norden“.

Kurzzeitig war er auch Vorsitzender der Grenzvereinigung (Grænseforeningen) von 1993 bis 1994 – bis bekannt wurde, dass er bei den Regionalratswahlen für einen Kandidaten der deutschen Minderheit gestimmt hatte. Dies löste ein so großes öffentliches Echo aus, dass er in der Presse als der meistkritisierte Mann Dänemarks bezeichnet wurde. Kurz darauf kehrte er als Dozent für Geschichte an das Haderslebener Staatsseminar zurück.

Heute verbringt er seine Zeit mit zahlreichen Vorträgen in ganz Dänemark.