Kommunalpolitik

Durchgetrumpft: Technischer Ausschuss zahlt nicht für teurere Brückensanierung

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Die Stahlträger der beiden Brücken sind zur Reparatur.

Der Fachausschuss wollte die knapp zwei Millionen Kronen, die die Restaurierung der unter Denkmalschutz stehenden Brücken über die Wiedau und Süderau zusätzlich kostet, nicht zahlen. Der Finanzausschuss hat jetzt Einsehen.

In zwei Sitzungen hat sich der Technische Ausschuss der Kommune Tondern geweigert, die teurer als erwartet gewordene Restaurierung der beiden Brücken am Grenzübergang Møllehus (Mühlenhaus)–Aventoft zu finanzieren. Die Kostenüberschreitung in Höhe von fast 1,8 Millionen Kronen sollte nicht über den Haushalt des Fachausschusses finanziert werden, meinte der Ausschuss.

Er habe die Brückenrestaurierung nicht in Auftrag gegeben und wolle nun auch nicht die fast zwei Millionen Kronen finanzieren, indem bei anderen Projekten Abstriche gemacht würden, so der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Poul Erik Kjær (Venstre).

Ausschussvorsitzender ist froh

Sein Ausschuss habe auch nicht die rund 24 Millionen Kronen finanzieren müssen, als der Stadtrat entschied, das Projekt in Angriff zu nehmen. „Das lief ebenfalls nicht über unseren Haushalt. Hätten wir die Kostenüberschreitung tragen müssen, hätten wir eine andere geplante Brückenrenovierung, einen Fahrradweg oder Ähnliches streichen müssen“, so der Venstre-Politiker.

Daher sei er zufrieden, dass der Finanzausschuss am Donnerstag entschied, die 1,8 Millionen Kronen aus dem Kassenbestand zu bezahlen. „Wir waren uns einig im Ausschuss und sind es geblieben. Und nun, wo es im Finanzausschuss entschieden worden ist, das Geld aus der Kasse zu nehmen, bin ich froh.“

Der Finanzausschuss habe die Regeln für Haushaltsplanung für die Fachausschüsse selbst vorgeschrieben, indem die politischen Gremien über einen sogenannten Basisetat verfügen können. „Über diesen wollten wir das Geld nicht finanzieren, und dafür hat es ja offensichtlich einen guten Grund gegeben“, unterstreicht Kjær.

Trotz der Kostenüberschreitung soll der seit Neujahr geschlossene Grenzübergang wie geplant im August wieder öffnen. Die derzeit in Jordkirch (Hjordkær) restaurierten Brücken sollen Ende Juli per Kran an ihren endgültigen Standort gebracht werden.

Der Zeitplan steht damit fest. Bis zu den genannten Terminen weist die Kommune auf einige Einschränkungen hin, die Wassersportlerinnen und -sportler, Besucherinnen und Besucher sowie Radfahrende beachten müssen.

  • Vom 15. Juli bis zum 8. August ist das Durchfahren der Boote unter den Brücken über die Wiedau und Süderau untersagt.
  • Der Schleppplatz bei Legan (Lægan) ist in der Zeit vom 13. Juli bis zum 8. August gesperrt, da dort ein großer Mobilkran aufgestellt werden soll.
  • Der zwischenzeitlich eingerichtete Parkplatz bei Legan ist in der gleichen Zeit nicht zugänglich.
  • Der provisorisch angelegte Pfad über die Süderau ist ab 21. Juli gesperrt und anschließend nicht wieder geöffnet.