Kommunalpolitik

Röm: Anwohnerschaft protestiert gegen Neubaupläne

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Eine Delegation aus Toftum bezog im Vorfeld der Kommunalratssitzung vor dem Rathaus Stellung.

Drei neue Häuser sind geplant – doch dafür braucht es eine Sondergenehmigung. Bald entscheidet der Technische Ausschuss, wie es weitergeht.

Die Absicht eines Grundstücksbesitzers, am Vestervej in Toftum auf dem nördlichen Teil der Insel Röm drei ganzjährig bewohnbare Häuser zu bauen, ruft die Anwohnerschaft auf den Plan.

Die Nachbarschaft befürchtet, dass es sich bei den Gebäuden um kaschierte Poolhäuser handelt und zieht Parallelen zu dem umstrittenen Projekt in Kongsmark mit dem Bau von 13 Häusern ohne Wohnsitzpflicht.

Der Antragsteller will die 8.932 Quadratmeter große Fläche in drei separate Parzellen von mindestens 2.500 Quadratmeter einteilen. Dies erfordert eine Ausnahmegenehmigung vom geltenden Bebauungsplan.

Die kommunale Verwaltung hat unter der Nachbarschaft eine Anhörung durchgeführt, und eine Delegation aus Toftum demonstrierte vor der Sitzung des Kommunalrats vor dem Rathaus in Tondern.

Technischer Ausschuss als erste Anlaufstelle

Angestoßen durch die Anhörung, hatte Stadtratsmitglied Allan Svendsen (Dänische Volkspartei) den Punkt auf die Tagesordnung gesetzt. Er wollte erwirken, dass sich der Kommunalrat gegen die Ausnahmegenehmigung ausspricht. Sein Campingplatz liegt direkt neben dem Naturgrundstück, das früher bebaut war. Der östliche Nachbar ist das lokalhistorische Archiv.

Svendsen hatte mit seinem Vorstoß keinen Erfolg. Die Kolleginnen und Kollegen im Kommunalrat beschlossen mehrheitlich (24:6), dass der Punkt den gewöhnlichen Gang durch das politische System gehen muss. Sie folgten dem Änderungsvorschlag von Anita Uggerholt Eriksen (Tønder Listen) und leiteten ihn an den kommunalen Technischen Ausschuss weiter.

Das Gremium wird sich auf seiner Sitzung am Freitag, 6. Juni, mit der Thematik und den eingegangenen Bemerkungen befassen.

Das Abstimmungsergebnis:

• Die Konservative Volkspartei (2), die Schleswigsche Partei (4), Tønder Listen (9) und Venstre (9) stimmten dafür, den Punkt an den Technischen Ausschuss weiterzuleiten.
• Gegenstimmen kamen von der Sozialdemokratie (4), der Sozialistischen Volkspartei (1) und Barbara Krarup Hansen (parteilos).
• Allan Svendsen musste während der Behandlung des Tagesordnungspunktes den Raum verlassen, da der Kommunalrat ihn mehrheitlich wegen der Nachbarschaft als befangen eingestuft hatte.
• Allan Svendsen und Anette Abildgaard Larsen (Konservative Volkspartei) hielten ihn hingegen nicht für befangen.