Kommunalwahl

Hadersleben: Auch der Straßenwahlkampf hat Regeln

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Ein Foto von der Wahlplakate-Aktion

In wenigen Wochen beginnt der Kampf um den besten Laternenplatz. Ab 25. Oktober können Wahlplakate in der Kommune aufgehängt werden – aber nicht frei Schnauze. Ein kurzer Überblick.

Kommunalwahl 2025: Ruth Candussi, Parteisekretärin der Schleswigschen Partei (SP), kennt die Zahlen: 250 Wahlplakate für den Spitzenkandidaten der SP in Hadersleben, Carsten Leth Schmidt; für Sabina Wittkop-Hansen und Hans-Iver Kley jeweils 100 Stück, für Anna Lea Schmidt und Eliska Hansen je 80 – was der Parteisekretärin zufolge ungefähr der Menge der Plakate entspricht, die 2021 für Hadersleben gedruckt wurden.

Dieses bedruckte Papier muss nun seinen Weg in den öffentlichen Raum der Kommune Hadersleben finden. Hans-Iver Kley sucht noch Freiwillige, die beim Aufhängen helfen. Das alles soll am Sonnabend, 25. Oktober, stattfinden. Interessierte können sich direkt bei ihm melden.

Startschuss 25. Oktober

Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Das dänische Wegegesetz schreibt vor, dass Wahlplakate frühestens ab 12 Uhr am vierten Sonnabend vor dem Wahltermin aufgehängt werden dürfen. Und das ist nicht die einzige Regel: Neben der Frage nach dem Wann beantwortet ein Flyer der Kommune Hadersleben auch die Frage nach dem Wo und dem Wie, wenn es ums Hängen geht. So gibt es Vorschriften, die regeln, in welcher Höhe das Plakat an Laternenmasten angebracht werden darf – um Unfällen vorzubeugen.

Auch wenn die Regeln doch einen Flyer füllen, scheinen sie leicht übertragbar zu sein. Denn wie die Kommune Hadersleben mitteilt, bekommt sie wenige Hinweise auf Regelverstöße. Extra-Personal, das kontrolliert, wird nicht abgestellt. „Wir reagieren auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wenn wir einen solchen Hinweis erhalten, leiten wir die Sache an den jeweiligen Parteivorsitz weiter“, erläutert Joan Johansen, Pressesprecherin der Kommune Hadersleben, die Vorgehensweise. Viele Hinweise seien es nicht. Drei, vier waren es bei der Wahl 2021 gewesen. Typischerweise würden Plakate moniert, die an Privatwegen aufgestellt seien.

Damit es erst gar nicht zum Ärger über Wahlplakate kommt, hat die Kommune ein Infotreffen abgehalten. Außerdem gehen der Flyer und weitere Infos laut Kommune an die Kandidatinnen und Kandidaten per E-Mail. Diese können dann die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer instruieren.