Stadtentwicklung

Der Wal von Apenrade ist gestrandet: Horup Byg zieht Baupläne zurück

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Per Horup bei einem Bürgertreffen zum Hochhausbau in diesem Jahr (Archivfoto)

Ein Hochhaus in Apenrade mit 15 Stockwerken, mehreren Restaurants, Seniorenwohnungen und einem Hotel: Das waren die Zukunftspläne vom lokalen Baumatador Per Horup. Jetzt hat er nach mehreren Jahren entschieden, diesen Plan fallen zu lassen. Das gab er kurz vor einer entscheidenden Sitzung bekannt.

Auf Facebook hat das hiesige Bauunternehmen Horup Byg mit Per Horup an der Spitze bekannt gegeben, die Pläne für ein Hochhausbau fallen zu lassen.

Geplant war ein Wahrzeichen für Apenrade

„Hvalen“ (der Wal), wie das Projekt wegen seiner einem Wal nachempfundenen Form heißen sollte, sollte 15 Stockwerke haben. Im Gebäude sollten mehrere Restaurants, 125 Seniorenwohnungen und ein Hotel mit 200 Zimmern Platz finden. Es sollte ein Apenrader Aushängeschild, ein Wahrzeichen werden, ähnlich wie das Alsik in Sonderburg (Sønderborg).

Das Hochhaus sollte dort entstehen, wo heute das Hotel Østersø steht, das Horup betreibt. Seit das Vorhaben vor etwa zwei Jahren von Horup Byg präsentiert wurde, wurde es kontrovers diskutiert.

Pro und Contra – heiße Diskussionen

So sollte das Gebäude am Sønderstrand aussehen (Illustration).

Befürwortende sahen die Möglichkeit, die Stadt aufzuwerten und mehr Touristinnen und Touristen herzulocken. Es würde für Aufschwung sorgen, hieß es. Hinzu kommt, dass es neue Seniorenwohnungen geben sollte. Die seien nachgefragt.

Gegnerinnen und Gegner halten den Bau jedoch hauptsächlich für zu massiv. Er passt nicht ins Stadtbild. Horup wolle sich ein Denkmal setzen, so weitere kritische Stimmen.

Eine von der Kommune in Auftrag gegebene unabhängige Untersuchung eines Architektenbüros Transform gab ihnen recht. Das Projekt sei zu groß und architektonisch nicht passend.

Entscheidung kurz vor zwölf

Der Stadtrat hat sich seither eingehend mit dem Vorhaben befasst und am Donnerstag, 29. November, sollte der Ausschuss für Planung, Technik und ländliche Räume (PTL) über die Zukunft entscheiden. Drei Szenarien standen auf der Tagesordnung. Das ursprüngliche, von Horup Byg vorgeschlagene Projekt, war nicht mehr dabei. Es ging um abgespeckte Vorschläge, die die Kommunalverwaltung ausgearbeitet hatte.

Bekanntgabe in den sozialen Medien

Doch am Mittwoch hatte Per Horup auf der Facebook-Seite seines Unternehmens bekannt gegeben, das Vorhaben zurückzuziehen. Er glaube nicht an eine Mehrheit im Stadtrat, die sich für seine Pläne aussprechen werde. Ein Bau in abgespeckter Form wäre finanziell nicht tragend, so Horup.

Die Nachricht wird in den sozialen Medien ebenso kontrovers aufgenommen, wie zuvor die Baupläne selbst.