Stadtentwicklung

Ausschuss hält an Plänen fest: Nørreport wird bebaut

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Mit einem Prospekt soll für das Projekt geworben werden.

Der Apenrader Nørreport liegt zentral in der Stadt. Ein guter Platz für Wohnungen. Solche sollen dort auch entstehen, hatte der Stadtrat entschieden. Jetzt geht der zuständige Ausschuss mit den Plänen weiter – und hofft Investorinnen oder Investoren zu finden.

Wohnungen und einige Gewerbeflächen für Café oder ein Restaurant: Das sind die Pläne für den Nørreport. Der Platz mitten in der Apenrader Innenstadt ist ein Streitpunkt – während es Bürgerinnen und Bürger gibt, die den Park, der zwischenzeitlich angelegt wurde, behalten wollen, peilt der Stadtrat weiterhin Wohnungsbau an.

Kompromiss aus Park und Neubau

Die Politikerinnen und Politiker hatten diesen Plan von Beginn an zielgerichtet verfolgt. Es gab allerdings einige Steine, die bis heute aus dem Weg geräumt werden mussten. Jetzt geht es jedoch einen Schritt weiter. Es ist ein Kompromiss erarbeitet worden, bei dem sowohl Bebauung als auch ein grüner Stadtraum berücksichtigt sind.

Werberunde gestartet

Der zuständige Ausschuss für Planung, Technik und ländliche Räume (PTL) hatte bei der jüngsten Sitzung ein Prospekt auf der Tagesordnung, das gutgeheißen werden sollte. Mit dem Prospekt soll um private Investoren geworben werden, die am Nørreport bauen können.

Auch wenn der Ausschuss mit dem Prospekt einverstanden ist: Der stellvertretende Vorsitzende Kurt Asmussen von der Schleswigschen Partei ist zurückhaltend mit der Erfolgsprognose.

Zurückhaltender Politiker

So könnte ein neu bebauter Nørreport aussehen (Skizze).
Der weiß umrandete Bereich zeigt das Grundstück, um das es sich handelt.

„Die Möglichkeiten sind für Investoren zu eingeschränkt“, findet er. Die Vorgaben für den Bau der Gebäude seien zu eng vorgegeben und ließen kaum Spielraum für eigene Entwicklungskonzepte. Trotzdem wird dem Stadtrat nun vom Ausschuss empfohlen, das Prospekt gutzuheißen.

Das Prospekt stellt den Auftakt zur Marketingkampagne dar. Darin ist das Projektgebiet beschrieben und auch die Bauvorgaben, die sich an der Umgebung orientieren.

Entscheidung 2026

Wird das Prospekt auf der kommenden Sitzung auch vom Stadtrat gutgeheißen, folgt der Dialog mit möglichen Investorinnen oder Investoren. Parallel dazu werden am Nørreport technische Untersuchungen gemacht. Spätestens im September soll beides abgeschlossen sein. Dann, so sieht es die Planung der Kommunalverwaltung vor, beginnt die „heiße“ Phase, in der die Projekte ausgeschrieben werden. Park- und Wohnungsbau sollen wahrscheinlich von verschiedenen Bauunternehmen ausgeführt werden.

Anfang des kommenden Jahres kann voraussichtlich entschieden werden, wer die Aufträge bekommt – wenn denn Investierende gefunden werden.